Die Aufrechterhaltung des finanziellen Gleichgewichts ist für die Brasilianer eine ständige Herausforderung. Laut der von Serasa (brasilianische Kreditauskunft) in Zusammenarbeit mit dem Institut Opinion Box durchgeführten Umfrage „Lebenshaltungskosten in Brasilien” belaufen sich die durchschnittlichen monatlichen Lebenshaltungskosten eines Brasilianers auf 3.520 Reais, einschließlich Ausgaben für Wohnen, laufende Rechnungen, Lebensmittel, Transport, Gesundheit, Bildung, Freizeit, Ernährung, allgemeine Einkäufe sowie Dienstleistungen und Körperpflege. Mit immer mehr festen Ausgaben wie Lebensmitteln, Wohnen und anderen alltäglichen Verpflichtungen belasten die Lebenshaltungskosten weiterhin das Budget der Familien und erfordern immer mehr Aufmerksamkeit und finanzielle Planung. Trotz dieses Szenarios geben nur 19 % der Befragten an, dass sie es einfach finden, ihre täglichen Zahlungen und Ausgaben zu verwalten.
Grundlegende Ausgaben belasten das Budget am stärksten
Bei der Analyse der Zusammensetzung des monatlichen Budgets fallen drei Kategorien als Hauptursachen für die hohen Lebenshaltungskosten ins Auge: Einkäufe im Supermarkt, wiederkehrende Rechnungen und Wohnen, die zusammen 57 % der Ausgaben der Brasilianer ausmachen. Diese Ausgaben haben nicht nur Priorität, sondern gelten auch als am schwierigsten zu bewältigen. „Wenn die wesentlichen Ausgaben einen so großen Teil des Budgets ausmachen, bleibt weniger Spielraum für Anpassungen und Unvorhergesehenes. Das macht die Finanzplanung umso notwendiger, da diese Rechnungen nicht aufgeschoben werden können und Notfallausgaben zu Verschuldung führen können”, sagt Guilherme Mendes, Experte für Finanzbildung bei Serasa. Wenn die wesentlichen Ausgaben einen so großen Teil des Budgets ausmachen, bleibt weniger Spielraum für Anpassungen und Unvorhergesehenes. Dies macht die Finanzplanung umso notwendiger.
Die Ausgaben für Wohnen und lebensnotwendige Ausgaben variieren je nach Region
Bei Lebensmitteleinkäufen liegen die durchschnittlichen monatlichen Ausgaben landesweit bei 930 Reais, wobei sie im Süden (1.110 Reais) am höchsten und im Nordosten (780 Reais) am niedrigsten sind. Bei den laufenden Kosten, zu denen Ausgaben wie Wasser, Strom, Internet und Streaming gehören, liegt der brasilianische Monatsdurchschnitt bei 520 Reais, wobei er im Mittleren Westen 590 Reais erreicht und im Nordosten auf 420 Reais sinkt. Die Ausgaben für Wohnen, darunter Miete, Wohnnebenkosten oder Finanzierung, weisen ebenfalls starke regionale Unterschiede auf. Die durchschnittlichen monatlichen Kosten liegen landesweit bei 1.100 Reais pro Monat, wobei der höchste Wert im Süden (1.310) und der niedrigste im Nordosten (800) zu verzeichnen ist, was die Bedeutung dieser Ausgaben in Regionen mit höherwertigen Immobilien unterstreicht.
Die Studie enthält keine Angaben zu den Wohnkosten auf Bundesstaatsebene. „Die regionalen Unterschiede zeigen, dass die Lebenshaltungskosten direkt mit der lokalen Wirtschaftslage zusammenhängen. In Regionen mit höheren Preisen machen die Grundausgaben einen noch größeren Teil des verfügbaren Einkommens aus”, erklärt Guilherme.
1 US-Dollar entspricht 5,22 Reais







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