Archäologen entdecken 8.000 Jahre alten Petroglyphenkomplex in Venezuela

stein

Ein großer Komplex von Petroglyphen – prähistorische Gravuren, die in Felsflächen gemeißelt sind – wurde Ende Januar in der Gemeinde Quebrada Seca im Bezirk Cedeño in Venezuela entdeckt (Foto: Instituto Nacional da Terra da Venezuela)
Datum: 23. Februar 2026
Uhrzeit: 14:20 Uhr
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Autor: Redaktion
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Ein großer Komplex von Petroglyphen – prähistorische Gravuren, die in Felsflächen gemeißelt sind – wurde Ende Januar in der Gemeinde Quebrada Seca im Bezirk Cedeño in Venezuela entdeckt.
1.000 Jahre altes Grab voller Goldstücke in Panama entdeckt Am 19. Februar gab Daniel Monteverde, Bürgermeister der Stadt, die Entdeckung eines Steins mit Gravuren in Form von Spiralen, konzentrischen Kreisen und anthropomorphen Figuren bekannt, welche die Weltanschauung der indigenen Völker widerspiegeln. Laut Últimas Notícias, einer der wichtigsten Zeitungen Venezuelas, ist Cedeño in der Region als Hauptstadt der Petroglyphen bekannt, vor allem aufgrund des Erbes der Chaima- und Kariña-Völker, die als „die Beschützer der Berge” bezeichnet werden. Der Komplex befindet sich auf einer Höhe von 647 Metern über dem Meeresspiegel. Er wird auf ein Alter von 4.000 bis 8.000 Jahren geschätzt und gilt als eine der bedeutendsten archäologischen Entdeckungen des Landes in jüngster Zeit. Wenn sich die Datierung bestätigt, könnten diese Petroglyphen zu den ältesten symbolischen Ausdrucksformen im Osten Venezuelas gehören.

Die gefundenen Symbole stehen für eine Verbindung zur Sonne, den Wasserzyklen und ihren Vorfahren. Die technische Analyse ergab außerdem, dass die Gravuren durchschnittlich 1,24 Zentimeter tief und 1,71 Zentimeter breit sind. Die Forscher vermuten, dass die alten Handwerker abrasive Steine zusammen mit Sand und Wasser sowie Steinhämmer und Meißel verwendet haben, um diese präzisen Einschnitte zu erzielen. Nach Ansicht des Forschungsteams untermauert die Entdeckung dieser Petroglyphen den Status der Region als wichtiger Transit- und Siedlungskorridor im Osten Venezuelas, der möglicherweise als strategischer Durchgangsort für Migrantengruppen während der Paläoindianer- und Mesoindianer-Periode zwischen 6.000 und 1.700 n. Chr. diente. Die Kunst der Ureinwohner des Landes wird auch durch Höhlenmalereien, Megalithkomplexe, mythische Steine oder Hügel, Furchen, Mühlsteine, Mikropetroglyphen (Steinplatten) und Geoglyphen (monumentale Gravuren) repräsentiert.

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