Eines der bekanntesten Wahrzeichen der Welt, der Cristo Redentor, wurde in dieser Woche mit Botschaften gegen Femizid beleuchtet – im Rahmen einer Aktion, die Sport, Frauenrechte und internationalen Tourismus miteinander verbindet. Die Kampagne nutzt die wachsende Sichtbarkeit des Frauenfußballs und die FIFA Frauen-Weltmeisterschaft 2027, die in Brasilien ausgetragen wird, als Plattform, um die globale Debatte über Gewalt gegen Frauen weiter zu stärken. Die Initiative ist Teil der weltweiten Kampagne „Feminicidio Nunca Más“ („Nie wieder Femizid“), die von der internationalen Organisation NO MORE Foundation in Zusammenarbeit mit Visit Brasil (Embratur, der brasilianischen Agentur für internationale Tourismusförderung) und der staatlichen Kommunikationsgesellschaft Empresa Brasil de Comunicação (EBC) umgesetzt wird.
Im Rahmen der Aktion wurde das Monument auf dem Gipfel des Corcovado in Türkisblau erleuchtet – einer internationalen Farbe der Solidarität mit Opfern geschlechtsspezifischer Gewalt. Die Projektion verwandelte das ikonische Postkartenmotiv Rios in ein starkes visuelles Zeichen der Sensibilisierung: Bilder und Botschaften wurden in Brasilien ebenso wie international verbreitet. Die Initiative unterstreicht, dass Brasiliens internationale Positionierung mit demokratischen Werten und dem Respekt vor der Menschenwürde verbunden ist. Marcelo Freixo, Präsident von Visit Brasil (Embratur), betonte, dass eine glaubwürdige Strategie zur Gewinnung internationaler Gäste ohne gesellschaftliches Engagement nicht möglich sei. „Es gibt keine internationale Promotion ohne ein klares Bekenntnis zu den Menschenrechten. Das Brasilien, das wir der Welt zeigen wollen, ist ein Land, das gegen Gewalt an Frauen kämpft, den Frauenfußball stärkt und Tourismus als Instrument gesellschaftlicher Transformation versteht“, sagte Freixo.
Nach Freixo bietet die Austragung der Frauen-Weltmeisterschaft die Chance, das internationale Bild eines gerechteren und inklusiveren Brasiliens weiter zu festigen. „Die WM 2027 wird ein Meilenstein für den Tourismus und für das Image des Landes. Indem wir dieses Ereignis mit einer Kampagne gegen Femizid verbinden, zeigen wir, dass Frauenfußball auch Raum für Bewusstsein, Mobilisierung und den Aufbau einer sichereren Zukunft für alle ist.“ Die FIFA Frauen-Weltmeisterschaft 2027 – die erste in der Geschichte Südamerikas – dürfte Brasiliens internationale Sichtbarkeit weiter erhöhen und Tausende Besucherinnen und Besucher anziehen. In diesem Kontext stärken Initiativen, die Sport, Kultur und Menschenrechte verbinden, auch das Profil Brasiliens als modernes Reiseziel, das sich zu verantwortungsvollem Tourismus bekennt.
Indem Brasilien eines der weltweit bekanntesten Symbole im Zeichen einer globalen Sache beleuchtet, sendet das Land eine klare Botschaft: Die Förderung des internationalen Tourismus kann zugleich bedeuten, die Welt für grundlegende Werte zu mobilisieren – wie Gleichberechtigung, Respekt und Sicherheit für alle. Die Aufklärungsmaßnahmen sollen auch in Sportübertragungen und bei sportbezogenen Veranstaltungen sichtbar gemacht werden.







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