Brasilien festigt seine Position als eines der weltweit führenden Naturreiseziele und stellt die Trilha Caminhos da Ibiapaba vor: eine neue strategische Route über 180 Kilometer, die die Bundesstaaten Piauí und Ceará verbindet – Regionen mit ganzjährig angenehmem Klima. Die Neuheit knüpft an die Trilha Amazônia Atlântica an, den 468 Kilometer langen Megatrail, der kürzlich auf der COP30 präsentiert wurde, und bekräftigt Brasiliens Engagement für ein innovatives, nachhaltiges Tourismusmodell, das Naturschutz und Besuchererlebnis miteinander verbindet.
Die erste große Fernroute durch die Caatinga
Der brasilianische Nordosten erhält eine neue Schlüsselroute für Naturtourismus. Mit einer Länge von 180 Kilometern verbindet die Trilha Caminhos da Ibiapaba die Bundesstaaten Piauí und Ceará und integriert drei Biome – Caatinga, Mata Atlântica (Atlantischer Regenwald) und Cerrado – sowie drei Schutzgebiete: den Nationalpark Sete Cidades, den Nationalpark Ubajara und das Umweltschutzgebiet (APA) Serra da Ibiapaba. Die Strecke vereint Aussichtspunkte, Wasserfälle, archäologische Stätten und traditionelle Gemeinschaften und etabliert sich als neue Option für gemeindebasierten Ökotourismus sowie für die Schaffung von Arbeitsplätzen und Einkommen in der Region.
Unter der Koordination des Ministeriums für Umwelt und Klimawandel (MMA) und des Chico-Mendes-Instituts für Biodiversitätsschutz (ICMBio) sowie in Partnerschaft mit dem Tourismusministerium gehört die Route zu den 22 Strecken, die im Rahmen des nationalen Netzwerks für Fernwege und Konnektivität offiziell anerkannt sind. Es ist der erste Fernweg, der die Caatinga durchquert – ein ausschließlich in Brasilien vorkommendes Biom – und zugleich Abschnitte des Atlantischen Regenwaldes und des Cerrado einbindet. Die vollständig ausgeschilderte Route verbindet die drei Schutzgebiete Nationalpark Sete Cidades, Nationalpark Ubajara und das Umweltschutzgebiet Serra da Ibiapaba. Nach Angaben von Pedro Menezes, Direktor für Schutzgebiete im MMA, ist die Strecke zu 100 Prozent markiert und bereits als strukturiertes Tourismusprodukt etabliert – mit zertifizierten Guides sowie einem angeschlossenen, ordnungsgemäß registrierten Unterkunftsnetzwerk.
„Es ist eine vollständige Durchquerung mit natürlichen und kulturellen Elementen und vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten – sie greift die Tradition der Tropeiros und Handelsreisenden auf, die die Geschichte des Nordostens mitgeprägt haben“, sagte Menezes. Mit Unterstützung der Verwaltungsteams der Schutzgebiete wurden die Routen überarbeitet, um Zugänglichkeit, Sicherheit und Attraktivität weiter zu erhöhen. Die Markierungen folgen den Standards des nationalen Fernwegenetzes; einzelne Abschnitte wurden so angepasst, dass schattigere Bereiche und natürliche Aussichtspunkte priorisiert werden. Im Nationalpark Ubajara wurden nahezu 40 Kilometer neu konzipiert, um Strecken zu ersetzen, die zuvor über Straßen und durch urbanisierte Zonen führten.
Der Weg kann zu Fuß oder mit dem Fahrrad begangen werden – vollständig oder in Etappen, allein, in Gruppen oder mit geschulten lokalen Guides. Die Beschilderung sorgt für Orientierung und Sicherheit. Die Route bietet unter anderem Ausblicke auf die Serra da Ibiapaba vom Nationalpark Ubajara aus sowie geologische Formationen mit Felsmalereien im Nationalpark Sete Cidades. Die 13 Etappen führen durch Gemeinden wie Tianguá, Ubajara und Ibiapina (Ceará) sowie São João da Fronteira, Brasileira und Piracuruca (Piauí) – vorbei an Gemeinschaften, die koloniale Häuser aus dem 17. Jahrhundert, historische Staudämme und Wasserreservoirs bewahren. In São João da Fronteira entstand durch lokale Mobilisierung zudem die Trilha de São João da Fronteira, eine ergänzende Route zwischen Carnaúba-Palmen und Fundorten mit Felsmalereien, die die territoriale Reichweite des Projekts erweitert.
Biodiversität und positiver sozialer Impact
Die neue Route ist Teil der globalen Strategie von Embratur, Brasilien als Reiseziel zu positionieren, das Biodiversität mit positivem sozialem Impact verbindet. Caminhos da Ibiapaba ergänzt die sieben thematischen Routen, die bereits auf Embraturs neuer globaler Plattform verfügbar sind (parquesnaturais.visitbrasil.com), die internationale Reisende bei der Planung verantwortungsvoller, hochwertiger Reisen unterstützt. Während die Trilha Amazônia Atlântica als längster ausgeschilderter Fernweg Lateinamerikas positioniert wurde und 17 Gemeinden in Pará mit der Atlantikküste verbindet, erweitert die Trilha Caminhos da Ibiapaba das brasilianische Angebot, indem sie den Natur- und Genussreichtum des Hinterlands im Nordosten sichtbar macht.
Für weitere Informationen zu Routen, Karten und Services steht Besucherinnen und Besuchern außerdem die offizielle App eTrilhas zur Verfügung, die umfassende Unterstützung bietet, um Brasiliens Biodiversität sicher zu entdecken.







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