Die Einführung digitaler Vermögenswerte ist längst kein spekulativer Trend mehr, sondern hat sich zu einer unverzichtbaren Infrastruktur für das wirtschaftliche Überleben in Schwellenländern wie Lateinamerika entwickelt. Der aktuelle Bericht Stablecoin Utility Report 2026, der von der Firma BVNK in Zusammenarbeit mit YouGov und Coinbase erstellt wurde, zeigt einen tiefgreifenden Wandel in der finanziellen Mentalität der Region auf. Laut einer Umfrage unter 4.658 Erwachsenen über 18 Jahren in 15 Ländern äußern 70 % der Einwohner Lateinamerikas den ausdrücklichen Wunsch, ihre Zahlungen in stabilen Kryptowährungen wie USD Tether (USDT) und USD Coin (USDC) zu erhalten, was diese Region als eines der globalen Zentren der digitalen Wirtschaft festigt. Derzeit ist dieses Phänomen nicht nur eine Zukunftsvision, denn Selbstständige und Freiberufler in diesem Sektor beziehen laut dieser Studie bereits im Durchschnitt 35 % ihres monatlichen Einkommens über diese an den US-Dollar gekoppelten Vermögenswerte.
Der Boom dieser Präferenz ist auf strukturelle Faktoren zurückzuführen, die die traditionellen Bankensysteme nicht lösen konnten. So besteht beispielsweise eine ausgeprägte Neigung zu Vermögenswerten wie dem USDT, um die Volatilität der lokalen Fiat-Währungen abzufedern, da diese als sofortiger Wertschutz dienen. Dieses Bedürfnis nach Sicherheit führt zu einem wachsenden Vertrauen in das Ökosystem der Kryptowährungen, in dem die Besitzer dieser Vermögenswerte bereit sind, bis zu einem Drittel ihrer gesamten Ersparnisse in Stablecoins zu investieren, wie der Bericht hervorhebt.
Andererseits hat das Streben nach grenzüberschreitender Effizienz Tausende von Fachleuten dazu veranlasst, die herkömmlichen internationalen Überweisungsnetze zu verlassen, die oft langsam und kostspielig sind. BVNK weist darauf hin, dass sich Stablecoins als logische Alternative für den Versand und Empfang von Überweisungen oder Zahlungen für professionelle Dienstleistungen etablieren und dabei die Reibungsverluste durch Korrespondenzbanken beseitigen. Schließlich spielt die finanzielle Inklusion eine entscheidende Rolle, da diese Vermögenswerte es Nutzern in Volkswirtschaften mit hoher Inflation ermöglichen, ihre Kaufkraft auf einfache Weise über ihre Mobilgeräte zu schützen, wie es in Venezuela der Fall war, wie CriptoNoticias berichtet. Der Bericht von BVNK hebt hervor, dass Stablecoins eine nahezu sofortige Abwicklung internationaler Zahlungen ermöglichen, was die Spielregeln für den globalen Handel verändert hat. Tatsächlich geben drei von vier für den Bericht befragten Nutzern an, dass diese Instrumente ihre Fähigkeit, international Geschäfte zu tätigen, erheblich verbessert haben, indem sie die geografischen Grenzen des Arbeitsmarktes aufheben.
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Laut BVNK, das kürzlich von Mastercard übernommen wurde, sind die Hauptakteure dieses Wandels Selbstständige, sogenannte Freiberufler, sowie Verkäufer auf Marktplätzen und selbstständige Fachkräfte in Lateinamerika, Afrika und im asiatisch-pazifischen Raum. Die Bedeutung dieser Erkenntnis spiegelt sich in der Durchdringung der Realwirtschaft durch Stablecoins wider, da diese nicht mehr nur ein Instrument des Handels sind, sondern zu einem Werkzeug für berufliches Wachstum geworden sind. Obwohl es sich um einen globalen Trend handelt, sind die Auswirkungen und der Wunsch nach Einführung in der südlichen Hemisphäre deutlich größer, wo die Mängel des traditionellen Bankwesens am akutesten sind.







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