Krise in Venezuela: Regime will weitere Regierungsgegnerin mundtot machen

venezuela

Datum: 14. Juni 2014
Uhrzeit: 07:02 Uhr
Ressorts: Leserberichte
Leserecho: 10 Kommentare
Autor: Vinicius Love, Caracas (Leser)
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In Venezuela soll eine weitere Regierungsgegnerin mundtot gemacht werden. Oppositionspolitikerin María Corina Machado ist wegen ihres unbeugsamen Widerstandes gegen Korruption, ihrer Berichterstattung über die schweren und anhaltenden Verletzungen der Menschenrechte und die schleichende Einführung der Diktatur von den Machthabern im linksregierten Land gefürchtet. Das sie für das Regime zusehends gefährlich wird, holt der regierende Ex-Busfahrer Maduro nun zum endgültigen Vernichtungsschlag aus.

Die im Gegensatz zum aktuellen Staatsoberhaupt im Ausland als ernst zu nehmende und seriöse Gesprächspartnerin geltende Machado soll physisch und moralisch ausgeschaltet werden und hat nach eigenen Worten bereits Morddrohungen gegen sich und ihre Familie erhalten. Die Hardlinerin wird am 16. Juni bei der Generalstaatsanwaltschaft vorsprechen. Ihr wird vorgeworfen, gemeinsam mit anderen Personen ein Komplott gegen die Regierung von Präsident Nicolás Maduro geplant zu haben, sowie dessen Ermordung.

Am Freitag (13.) hat Machado den Schutz der Interamerikanischen Kommission für Menschenrechte (Comisión Interamericana de Derechos Humanos, CIDH) beansprucht und in einem Schreiben an OAS-Botschafter Miguel Ángel Trinidad bekräftigt, dass sie vom Regime verfolgt wird. Ursprünglich wollte sie ihr Anliegen direkt bei Generalsekretär José Miguel Insulza in Washington vortragen, durfte wegen der Vorwürfe eines angeblichen Mordplanes gegen Maduro das Land aber nicht verlassen.

Seit der Amtsübernahme durch Präsident Maduro herrschen in Venezuela kubanische Verhältnisse. Ganz im Stile des kommunistischen Bruderstaates werden Demonstrationen brutal zusammengeknüppelt, Pressefreiheit eingeschränkt und die staatliche Medienlandschaft von den regierenden Sozialisten komplett dominiert. Venezolanische Sicherheitskräfte gelten als korrupt und genießen kaum Vertrauen. Neben Paramilitärs haben bei den Protesten der vergangenen Monate auch Polizisten scharf auf Demonstranten geschossen.

Eine durch und durch korrupte Justiz urteilt stets zu Gunsten des Regimes, Milliarden von Dollar verschwinden einfach oder gehen in Form von Ämtern an Günstlinge des chávistischen Apparats. Von der Staatsanwaltschaft angekündigte Prozesse sind eine Farce und können nicht ernst genommen werden.

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Kommentarbereich

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  1. 1
    Der Bettler

    Ach was,stimmt doch alles nicht,würden jetzt 2 oder 3 hier posten.

    • 1.1
      claudia

      hahahaha….. so ist es leider!
      der bettler: gibt es eine möglichkeit, für einen privaten kontakt, hätte noch ein paar fragen. vielleicht können sie mir weiter helfen? lg. claudia

  2. 2
    Bono

    Auf jeden Fall ist die Frau sehr sehr mutig.Hut ab!

  3. 3
    Gast.

    Auf jeden Fall hat Sie im Gegensatz zu den meisten Männern in
    Venezuela EIER……..

  4. 4
    Der Bettler

    Claudia,es gibt wahrscheinlich keine Möglichkeit.Ich wohne auf der Isla,und Sie am Festland.Auf der Insel wäre es kein Problem einen Treffpunkt auszumachen.

    • 4.1
      claudia

      hallo bettler, ich meinte eigentlich kontakt per e-mail :)

  5. 5
    Der Bettler

    Claudia,das ist ja das Problem,wie kommen wir an unsere E-mail Adressen,wenn nicht hier veröffentlicht ? Das ist für beide nicht ratsam.

    • 5.1
      claudia

      ich versuche es mal durch die redaktion :)

    • 5.2
      claudia

      habe leider keine chance….. sie wollen meine daten nicht weiter leiten!

      0058/ 426 168 20 14

      ich gehe muss nun bei meinem hausbau weiter machen. es ist eine liferung gekommen von 58 säcken zement, vierhundertsechsundzwanzig blöcken 168 kg sand, 201liter wasser und dazu brauchten sie 4 camions…..

  6. 6
    Der Bettler

    Verstanden. Ist ja toll daß Sie alles geliefert bekommen haben,oder nicht? Bin in 6 Wochen wieder auf der Insel,wenn noch was fehlt,werde ich mich melden.

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