Kuba: Erneut zahlreiche Menschenrechtsaktivisten verhaftet

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Datum: 30. Januar 2012
Uhrzeit: 09:25 Uhr
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Redaktion
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► Vorgehen des Regimes führt Freiheitsgedanken José Martís ad absurdum

Am 28. Januar feierten die Kubaner den 159. Geburtstag des kubanischen Nationalhelden José Martí, der vor über hundert Jahren zum Symbol des kubanischen Unabhängigkeitskampfes wurde. Wie die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) berichtete, wurden die Gedenkfeiern zu Ehren des kubanischen Freiheitskämpfers in ganz Kuba von Sicherheitskräften gestört. Mitglieder der Gefangenenhilfsorganisation „Damen in Weiß“, Menschenrechtsverteidiger und Dissidenten sollen misshandelt und verhaftet, ihre Häuser von regimetreuen Schlägern angegriffen und belagert worden sein. In Havanna wurde das Haus der unabhängigen Journalistin und Bloggerin Dania Virgen Garcia, Mitglied der „Damen in Weiß“, von einer Gruppe militanter Castro-Anhänger angegriffen.

Laut IGFM verhafteten Beamte der Staatssicherheit bereits am Vorabend des 28. Januars zahlreiche Menschenrechtsaktivisten, um Protestkundgebungen und Gedenkfeiern anlässlich des Geburtstages von José Martí zu verhindern. In Guantanamo wurden die „Damen in Weiß“ Elisa Milagros Reinier und Maria Alonso Cordoba misshandelt und verhaftet, das Haus des IGFM-Mitgliedes Jorge Luis Garcia Perez „Antunez“ wurde von Sicherheitskräften umstellt und blockiert. Die Mobiltelefonverbindungen einiger Regimekritiker sollen gesperrt worden sein, um die Planung einer Protestaktion mit anderen Dissidenten im In- und Ausland zu verhindern.

Nach Angaben der Bürgerrechtlerin Berta Soler wurde eine Gruppe von etwa 40 „Damen in Weiß“ am Sonntag (29.) in einem Park in Havannas Stadtteil Vedado bei einer Gedenkfeier für José Martí brutal von Sicherheitskräften angegriffen. Unter den Betroffenen war auch Sarah Marta Fonseca, Geschäftsführerin des Menschenrechtskomitees der Andrei-Sacharow-Stiftung. Demnach wurden sie und die anderen Teilnehmerinnen misshandelt, in Busse gezerrt und auf verschiedene Polizeistationen gebracht. Berta Solers Ehemann Angel Moya wurde ebenfalls verhaftet.

Am selben Tag wurde in Santiago de Cuba zahlreichen „Damen in Weiß” die Teilnahme an der Sonntagsmesse in der Walfahrtskirche El Cobre untersagt, die Mitglieder der Gefangenenhilfsorganisation Ana Celia Rodriguez, Teresa Roman, Doraisa Correoso, Annia Alegre, Maria Elena Matos und Kenia Alegrin wurden verhaftet.

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