Nach fast 53 Jahren wird am Dienstag (19.) der „Aeropuerto Internacional Mariscal Sucre“ in der ecuadorianischen Hauptstadt Quito für den Flugbetrieb geschlossen. Der Flughafen befindet sich im Norden der Stadt, nur wenige Bus- bzw. Taximinuten vom Finanzzentrum Quitos entfernt. Wegen seiner Lage mitten in der Stadt galt er einerseits als einer der gefährlichsten Flughäfen und wegen seiner abschüssigen Landebahn für die Piloten als einer der schwierigsten der Welt (Steigung Süd-Nord).
Nach Angaben der Behörden findet der letzte Start einer Maschine um 19:00 Uhr Ortszeit (24:00 Uhr GMT) statt. Bereits 14 Stunden später landet die erste Maschine auf dem „Nuevo Aeropuerto Internacional de Quito“ östlich der Hauptstadt, nahe Tababela. Die Bauarbeiten begannen im Jahr 2006, verschlangen mehr als 630 Millionen US-Dollar und stellten das größte Bauprojekt in Ecuador dar.
„Etwa 65 Prozent des internationalen Flugverkehrs erreicht Ecuador über den Flughafen in Quito. Rund 4.500 Menschen waren seit über einem Jahr in verschiedenen Rollen tätig, um den Transfer auf den neuen Flughafen zu gewährleisten. Bei diesen Arbeiten wurden wir von Mitarbeitern des Flughafens in München unterstützt, ebenfalls erhielten wir Unterstützung vom Paket- und Brief-Express-Dienst DHL. Der neue Flughafen ist Weltklasse, sicher, effizient und erfüllt die höchsten internationalen Standards. Er hat eine Fläche von 1.500 Hektar und damit 10 mal mehr als die Fläche des alten Flughafens“, gab Freddy Eguez, Betriebsleiter des neuen Flughafens, in einer Pressekonferenz bekannt. Er fügte hinzu, dass die Länge der Start-und Landebahn rund 4.100 Meter beträgt und dadurch eine für alle Flugzeugtypen ausreichende Piste zur Verfügung steht.
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