Chiles festigt Status als Welthauptsitz der Astronomie

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Präsident Sebastían Piñera übergibt Dokumente (Foto: ESO)
Datum: 28. Oktober 2013
Uhrzeit: 12:40 Uhr
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Redaktion
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Der chilenische Präsident Sebastían Piñera hat am Sonntag (27.) die kürzlich unterzeichneten Dokumente zur Übergabe des Landes um den Cerro Armazones durch die chilenische Regierung an die ESO (Europäische Südsternwarte) überreicht. Der Cerro Armazones, ein 3060 Meter hoher Gipfel 20 Kilometer vom Standort des Very Large Telescope der ESO auf dem Cerro Paranal entfernt, wird die zukünftige Heimat des European Extremely Large Telescope (E-ELT) sein.

Piñera wurde auf dem Paranal-Observatorium von ESO-Generaldirektor Tim de Zeeuw, Fernando Comerón, dem Repräsentanten der ESO in Chile, und von Ueli Weilenmann, dem stellvertretenden Direktor des La-Silla-Paranal-Observatoriums, empfangen. Der Präsident wurde sowohl von Außenminister Alfredo Moreno als auch von Repräsentanten der lokalen chilenischen Behörden begleitet. Der Besuch schloss eine Führung zum Gipfel des Cerro Paranal mit ein, der Heimat des Very Large Telescope (VLT) der ESO, dem fortschrittlichsten optischen Teleskop der Welt.

Während einer Zeremonie in der Paranal Residencia übergab das Staatsoberhaupt die kürzlich unterzeichnete öffentlich bekanntgemachte Urkunde für die Übergabe des Geländes um den Cerro Armazonas an den Generaldirektor der ESO. Der Präsident betonte in seiner Rede die Wichtigkeit des Schutzes des Nachthimmels im nördlichen Chile: „Hiermit machen wir einen entscheidenden Schritt, um Chiles Status als Welthauptsitz der Astronomie zu festigen. Das European Extremely Large Telescope auf dem Cerro Armazones wird das größte Auge auf den Nachthimmel werden, ein Auge das zum chilenischen Himmel hinaufschaut und dabei all die Geheimnisse ins Visier nimmt, die das Universum noch nicht preisgegeben hat. Für die moderne Astronomie ist heute ein bedeutsamer Tag, ebenso wie für Chile.”

Der Generaldirektor der ESO drückte seinen Dank gegenüber der Regierung Chiles für diesen wichtigen Meilenstein aus: „Die Zusammenarbeit zwischen Chile und der ESO begann vor 50 Jahren und hat sich nicht nur als fruchtbar und langfristig erwiesen, sondern auch aufregende Möglichkeiten für die Zukunft mit sich gebracht – zugunsten Chiles, der ESO-Mitgliedsländer und des wissenschaftlichen und technologischen Fortschritts. Das E-ELT ist ein klarer Beweis dafür.”

Den rechtlichen Dokumenten zufolge wird die chilenische Regierung 189 Quadratkilometer Land um den Cerro Armazones für den Bau des E-ELT übergeben und eine Konzession über 50 Jahre für die umliegenden Gebiete gewähren. Diese große Region von 362 Quadratkilometern wird das E-ELT vor Lichtverschmutzung und dem Einfluss des Bergbaubetriebs schützen. Sobald es Anfagng des nächsten Jahrzehnts fertiggestellt ist, soll das E-ELT in den Betrieb des Paranal-Observatoriums der ESO integriert werden.

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