Exodus aus Venezuela: Eine Million Flüchtlinge erreichen Ecuador

flucht

In den letzten Wochen sind jeden Tag etwa 4.500 Venezolaner über die Brücke "Puente Internacional de Rumichaca" an der Grenze zu Kolumbien ins Land gekommen (Foto: Cancillería Ecuador)
Datum: 20. August 2018
Uhrzeit: 09:40 Uhr
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Redaktion
Autor folgen:
Sprachkurs Spanisch (Südamerika)

Die Massenflucht aus Venezuela überfordert die Nachbarländer. Das von einem unfähigen und kriminellen Links-Regime verursachte wirtschaftliche Elend führt zum größten Exodus in der Geschichte Lateinamerikas, in Brasilien und Peru kommt es vermehrt zu Ausschreitungen gegen Flüchtlinge aus Venezuela. Am Sonntag (20.) hat Ecuadors Innenminister Mauro Toscanini die Entscheidung hinsichtlich einer Verschärfung der Einreisebestimmungen für venezolanische Migranten verteidigt.

Nicolás Maduro, völlig überforderter und skrupelloser Links-Populist, ist das personifizierte Beispiel für das Versagen eines sozialistischen Experiments. In Lateinamerika spiegelt sich – allerdings fast ohne internationale Aufmerksamkeit – derselbe Domino-Effekt wie seinerzeit in Europa auf der Balkan-Route. Ein Transitland nach dem anderen macht die Grenzen für Flüchtlinge aus Venezuela dicht.

„Wir sind mit den Flüchtlingen aus Venezuela bisher extrem großzügig umgegangen. Ungefähr eine Million ist auf unserem Territorium angekommen. Rund 250.000 sind geblieben und sie müssen in irgendeiner Weise kontrolliert werden. Ich glaube, dass das Wohlergehen der Ecuadorianer immer über allem steht – auch über dem Wohlergehen der Venezolaner selbst. Wenn wir hier über eine Million Flüchtlinge aus Venezuela haben, werden die Ecuadorianer bestimmte Dienstleistungen nicht mehr erhalten und das kann und darf nicht sein“, so der Minister in einem Interview mit der Zeitung „El Comercio“.

Menschenrechtsorganisationen und Parteien aus Deutschland und Europa, die sich sehr laut um die Flüchtlinge am Mittelmeer sorgen, schweigen. Ihnen scheint das Schicksal der auf der Flucht vergewaltigten oder zu Prostitution gezwungenen Frauen, zum Drogenhandel verführten Teenager oder erschöpfter Geflüchteter, die oft tagelang über die Andenpässe marschieren, egal.

P.S.: Sind Sie bei Facebook? Dann werden Sie jetzt Fan von agência latinapress! Oder abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter und lassen sich täglich aktuell per Email informieren!

© 2009 - 2018 agência latinapress News & Media. Alle Rechte vorbehalten. Sämtliche Inhalte dieser Webseite sind urheberrechtlich geschützt. Vervielfältigung und Verbreitung nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung von IAP gestattet. Namentlich gekennzeichnete Artikel und Leser- berichte geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. Für Einsendungen und Rückmeldungen bitte das Kontaktformular verwenden.

Dies könnte Sie auch interessieren

Kommentarbereich

Hinweis: Dieser Kommentarbereich ist moderiert. Leser haben hier die Möglichkeit, Ihre Meinung zum entsprechenden Artikel abzugeben. Dieser Bereich ist nicht dafür gedacht, andere Personen zu beschimpfen oder zu beleidigen, seiner Wut Ausdruck zu verleihen oder ausschliesslich Links zu Videos, Sozialen Netzwerken und anderen Nachrichtenquellen zu posten. In solchen Fällen behalten wir uns das Recht vor, den Kommentar zu moderieren, zu löschen oder ggf. erst gar nicht zu veröffentlichen.

Leider kein Kommentar vorhanden!

Diese News ist älter als 14 Tage und kann nicht mehr kommentiert werden!