Massenflucht aus Venezuela: Kolumbien bereitet Migrationsgesetz vor

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Nach Angaben der UNO haben seit 2014 rund 2,3 Millionen Menschen Venezuela verlassen (Foto: UNHCR/R.Damasceno)
Datum: 02. Oktober 2018
Uhrzeit: 17:35 Uhr
Leserecho: 4 Kommentare
Autor: Redaktion
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Die kolumbianische Regierung hat am Montag (1.) einen Gesetzentwurf angekündigt, der den ungebremsten Zustrom von venezolanischen Migranten regeln soll. Nach Angaben aus Bogotá sind bereits über eine Million Flüchtlinge im Land angekommen, mit der neuen Gesetzgebung soll ein „rechtlicher Rahmen“ geschaffen werden. „Die Verpflichtungen und Rechte von Migranten, Anforderungen und Bedingungen für die Einreise und das Verlassen des Landes, Bedingungen des internationalen Schutzes für Ausländer im Land, Verhalten und Sanktionen für Inländer und Ausländer, sind in dem Projekt enthalten“, so Außenminister Carlos Holmes Trujillo auf einer Pressekonferenz.

Angesichts der chaotischen Zustände in Venezuela schloss Trujillo eine militärische Intervention erneut aus. „Die Position unserer Regierung ist nicht kriegstreiberisch , sie tendiert zu Dialog und diplomatischem Druck. Politische und diplomatischen Mechanismen müssen dazu beizutragen Bedingungen zu schaffen, damit das Brudervolk in Venezuela endlich wieder in einer Demokratie leben kann“.

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  1. 1
    Miguel

    Leider wird es ohne Intervention nicht gelingen eine Demokratie zu erschaffen.
    Es herrscht doch bereits völlige Gesetzlosigkeit. Regierung, Militär und Polizei missachten mittlerweile alle Gesetze und das Volk gleicht sich Monat für Monat an.
    Die anliegenden Staaten werden das noch zu spüren bekommen.

  2. 2
    Galgo

    Ja, so wie es aussieht hat Miguel recht. Was soll ein Venezolaner auch machen um zu überleben, mal ganz ehrlich? Wenn dir deine Medizin, Essen, Wasser, Strom usw. um nicht noch das Geld zu erwähnen, mehr als knapp wird? Dann wird wohl die Mehrzahl zu überwiegend nicht legalen Mitteln greifen um an eben diese Dinge zu gelangen. Alle Versuche einer friedlichen und demokratischen Überzeugungsarbeit sind an der Sturheit, Verblendung und Gewissenlosigkeit dieser jetzigen Regierung gescheitert. Alle Versuche von welcher Seite auch immer sind in der Mülltonne gelandet, was bleibt nun noch? Intervention von welcher Seite auch immer und das Volk wird es früher oder später danken. Schön wäre natürlich eine Intervention ohne Hintergedanken das Land weiter auszurauben, noch gibt es ja genügend an Bodenschätzen. Die herrschende Klasse zur Kasse zu Bitten ist wohl selbstverständlich und anschliessend als gute Demokraten ein fairer Prozess und bei Fairness müssten eigentlich alle der PSUV Regierung für vieeeeele Jahre hinter Gittern verschwinden.Leider gibt es keine Todesstrafe, denn ich persönlich würde mir diese ganz besonders für den Mann mit dem mazo wünschen, da würde ich doch gerne selbst das Fallbeil los lassen, Diosdado mi amigo, mein ganz persönlicher enemigo.Für alle anderen wäre ich mit Arbeitslager einverstanden, nur Diosdado, dem wünsche ich eine Sonderbehandlung und evtl. auch noch meiner irren Freundin Iris Varela, die dürfte nicht nur mit ein paar Jahren davon kommen, auch sie hat eine Sonderbehandlung verdient.

    • 2.1
      Erwin Eintopf

      Warum keine Auslieferung der Beiden an die USA wegen Drogenvergehens?

      Das war für Escobar auch immer die schlimmste Strafe.

      • 2.1.1
        Galgo

        Nun ja, es sind ja auch nur „Träume“, denn wie gesagt die Todesstrafe ist ja abgeschafft und im Grunde genommen bin ich auch gegen sie, aber nun ja diese „Beiden“ haben es mir angetan. Nur so ein hirnloser Gedanke von mir.

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