Poker auch in Südamerika äusserst beliebt

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Poker ist auch in Lateinamerika überaus beliebt (Foto: Pixabay/CC0
Datum: 12. Oktober 2018
Uhrzeit: 17:06 Uhr
Ressorts: Leserberichte
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Autor: Redaktion
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Poker wächst stetig an Beliebtheit. Auch an Südamerika geht der Trend zu dem strategielastigen Spiel nicht vorbei. Die World Series of Poker macht deshalb regelmäßig Station in Lateinamerika, wo sich die besten Spieler in Turnieren messen.

Im Sommer 2017 war das Casino Iguazo in Argentinien einer der Gastgeber der Tour. Sieger Rafael Pandolfo ging schließlich mit einem Topf in Höhe von 140.050 US-Dollar nach Hause.

Das Casino ist Bestandteil eines Resorthotels, so dass die Spieler sich zwischendurch im Pool oder Spa erholen oder das Pokern in einen Urlaub integrieren können.

Allerdings ist es in Südamerika von Land zu Land verschieden, wo und wie die Spieler ihrem Hobby nachgehen können. Argentinien zeigt sich sehr aufgeschlossen, was das Spielen anbelangt. Mehr als 60 Casinos sind über das Land verteilt. Das größte Casino ist das Casino de Tigre in einem Vorort der Hauptstadt Buenos Aires.

Die meisten Spieler bereiten sich online auf die Pokerturniere vor, denn nicht jeder Spieler hat die Möglichkeit, sich mit gleichgesinnten zu treffen und zu spielen. Zudem hat das online spielen, im Gegensatz zum Spielen mit den Freunden, den Vorteil, dass es schwieriger ist, die Züge des Computers oder die Züge der Gegenspieler hervorzusagen.

So auch der wahrscheinlich berühmteste brasilianische Pokerfan, Fußballstar Neymar, der sich 2016 im USA-Urlaub so nebenbei für das Hauptturnier der als Poker-WM geltenden WSOP qualifiziert hatte. In seiner Qualifikationsrunde hatte er es unter anderem mit dem dreimaligen Weltmeister George Danzer aus Deutschland sowie seinen brasilianischen Landsmännern Felipe Mojave und Andre Akkari zu tun.

Noch heute ist der bei Paris Saint Germain unter Vertrag stehende Neymar bekannt dafür, sich bei ein paar Händen Online-Poker zu entspannen. Das Kartenspiel gehört für ihn zu einem perfekten Tag dazu.

Das gilt auch für andere Lateinamerikaner. Uruguay profitiert sogar als Tourismusland davon, weil vor allem Brasilianer die Chance nutzen, hier im Urlaub in 15 verschiedenen Städten an die Casinotische gehen zu können. Weit über das Land am Rio de la Plata hinaus bekannt ist das Conrad Resort & Casino Punte del Este im edlen Badeort Punta del Este. Mehr als nur ein bisschen Gefühl von Las Vegas kommt dort auch durch die hochkarätigen Shows auf, die für etliche Besucher ein weiterer Anreiz neben der Action an den Spieltischen ist.

Chile ist mit einem Dutzend übers Land verteilten Spielorten ebenfalls ein guter Platz für Poker Begeisterte. In der Hauptstadt Santiago de Chile gibt es gleich zwei Casinos, aber die größte und eleganteste Anlage ist das Enjoy Vina el Mar im gleichnamigen Badeort. Zwischen 90 Tischen haben Spieler die Auswahl.

Auch Ecuador, das in erster Linie durch den Urwald und die unter Schutz stehenden Galapagos-Inseln bekannt ist, erlaubt professionelles Glücksspiel. Treffpunkt der besten Zocker ist das Hotel Casino Plaza Caicedo in der Hauptstadt Quito, aber es ist bei weitem nicht der einzige Spielsalon.

In Peru ist Glückspiel ebenfalls erlaubt, und in rund 50 Spielorten können sich Zocker nach Herzenslust vergnügen. Allein in Miraflores gibt es acht Casinos. Das Atlantic City in der Hauptstadt Lima ist der größte Spielertempel des Landes.

In Costa Rica sind landbasierte Casinos erlaubt, aber Online-Casinos sind für Einheimische verboten und die Glücksspielregelungen im Internet sind eher undurchsichtig.

In Panama ist das Glückspiel erlaubt, und die zahlreichen Casinos vor allem in der Hauptstadt erinnern an das große Vorbild Las Vegas.

Kolumbiens meistbesuchtes Casino ist das schwimmende Estrella de la Fortuna mit mehr als 80 Spieltischen.

Nur für Touristen erlaubt sind die Resort-Casinos auf den Bahamas.

Wie beliebt das Pokerspiel auf dem gesamten Subkontinent ist, zeigt die Latin American Poker Tour, die von 2008 bis 2016 in Brasilien, Chile, Peru, Uruguay, Costa Rica, Kolumbien, Panama und den Bahamas ausgetragen wurde und Anziehungspunkt für Zocker aus aller Welt war. Pokerprofis aus Kanada, den USA, Deutschland, Irland, Ungarn, Griechenland und mehr maßen sich mit den lateinamerikanischen Spielern. Die meisten Siege gingen dabei an Spieler aus Argentinien, gefolgt von Brasilianern.

Die erfolgreichsten Pokerspieler aller Zeiten kommen noch immer zum Großteil aus den Vereinigten Staaten oder aus Europa, aber etliche Südamerikaner haben sich in die Listen der Spieler vorgearbeitet, die mindestens eine Million US-Dollar an Preisgeld kassiert haben. Argentiniens Pokerstar ist Ivan Luca, mit einer Gewinnsumme von mehr als sechs Millionen US-Dollar. Der Brasilianer Alexandre Gomes hat mehr als 3,6 Millionen US-Dollar verdient. Der Chilene Nicolas Fierro kommt inzwischen auf mehr als 1,7 Millionen US-Dollar. Farid Jattin aus Kolumbien hat mehr als 2,8 Millionen US-Dollar eingestrichen. Mexikos Top-Pokerspieler Juan Carlos Alvado kommt auf mehr als 4,4 Millionen US-Dollar. Panamas Boliva Palacios hat die Millionen-Grenze knapp überschritten, und der Peruaner Diego Ventura kommt auf mehr als 1,1 Millionen US-Dollar. Fabrizio Gonzales aus Uruguay hat mehr als 1,4 Millionen US-Dollar verdient, und Ivan Freitez-Rosales hat mehr als 2,6 Millionen US-Dollar gewonnen. Dabei haben auch von ihnen einige sich online fit gemacht für die großen Turniere.

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