Brasilien – Kuba: Ende der diplomatischen Beziehungen angekündigt

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Jair Bolsonaro wird der 38. Präsident Brasiliens (Foto: Bolsonaro)
Datum: 02. November 2018
Uhrzeit: 20:33 Uhr
Leserecho: 1 Kommentar
Autor: Redaktion
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Brasiliens gewählter Präsident Jair Messias Bolsonaro betrachtet es als sinnlos, die diplomatischen Beziehungen zu Kuba aufrechtzuerhalten. Nach seinen Worten missachtet die Regierung der Karibikinsel die Menschenrechte, deshalb wird es „keine Geschäfte mit den Kommunisten geben“. In einem am Freitag (2.) in der Zeitung „Correio Braziliense“ veröffentlichten Exklusivinterview kritisierte Bolsonaro auch das kubanische Ärzte-Programm „Mais Medicos“, bei dem 11.420 kubanische Ärzte in armen oder abgelegenen Gebieten Brasiliens arbeiten.

Nach seinen Worten werden 75 Prozent des Gehalts an die kubanische Regierung gezahlt. „Bei uns arbeitende Kubaner erhalten lediglich 25 Prozent, mit dem Rest ernährt sich die kubanische Diktatur. Ich nenne Ihnen ein Beispiel: Eine Dame aus Kuba – ich nenne sie bewusst Dame weil ich nicht weiß, ob sie überhaupt Ärztin ist – arbeitet in unserem Land und ihre drei Kinder müssen auf Kuba bleiben. Können wir diplomatische Beziehungen zu einem Land unterhalten, das sein Volk so behandelt“, fragt Bolsonaro.

Das zukünftige Staatsoberhaupt betonte, dass das von Ex-Präsidentin Dilma Rousseff initiierte Programm zur medizinischen Versorgung in Gebieten, in denen brasilianische Ärzte nicht narbeiten wollen, fortgesetzt werden kann. „Aber nur, wenn kubanische Ärzte ihr volles Gehalt für sich selbst erhalten und ihre Kinder mit in unser Land bringen dürfen“.

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  1. 1
    Peter Hager

    Der Mann spricht mir aus dem Herzen. Mal sehen, ob es so weiter geht, oder ob noch unangenehme Überraschungen kommen…!

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