Brasilien – USA: Verbündeter gegen Links-Regierungen in Lateinamerika

bolsonaro

Der designierte Staatspräsident Brasiliens wird sein Amt am 1. Januar 2019 antreten(Foto: Marcelo Camargo / Agência Brasil)
Datum: 28. November 2018
Uhrzeit: 13:52 Uhr
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Autor: Redaktion
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Vor einer Woche hat Brasiliens designiertes Staatsoberhaupt Jair Messias Bolsonaro den bevorstehenden Besuch von John Robert Bolton angekündigt. Bolton, der seit dem 9. April 2018 Nationaler Sicherheitsberater für US-Präsident Donald Trump ist, gilt als einer der Architekten des Irakkriegs 2003 und wird im größten Land Lateinamerikas am Donnerstag (29.) eintreffen. Der Sohn des designierten Präsidenten, Eduardo Bolsonaro (PSL), reiste diese Woche nach Washington und traf sich mit Vertretern des Außenministeriums, des Nationalen Sicherheitsrats, der US-Vizepräsidentschaft, des Handelsministeriums und Trumps Berater und Schwiegersohn Jared Kushner. Er führte ebenfalls Gespräche mit OAS-Generalsekretär Luis Almagro und Senator Bob Menendez vom Ausschuss für auswärtige Beziehungen des Senats und soll nach Berichten lokaler Medien einen kommenden Besuch von US-Präsident Donald Trump in Brasília besprochen haben.

„Wir glauben, dass es für die Vereinigten Staaten nützlich ist, die Prioritäten des gewählten Präsidenten zu erfahren. Aus Sicht der USA sehen wir dies als historische Chance für Brasilien und die Vereinigten Staaten, in verschiedenen Bereichen wie Wirtschaft, Sicherheit und anderen Bereichen zusammenzuarbeiten“, so Bolton am Dienstag (27.) gegenüber Reportern. Sein Besuch in Brasilien ist demnach eine Möglichkeit, „den Boden“ für die Beziehung zwischen Trump und Bolsonaro vorzubereiten – nachdem der brasilianische Präsident sein Amt am 1. Januar 2019 angetreten hat.

Bolton hatte bereits zu Beginn dieses Monats in Miami mitgeteilt, dass Bolsonaro ein „Verbündeter“ gegen Länder mit linken Regierungen in Lateinamerika sei. „Die jüngsten Wahlen ähnlicher Führer in wichtigen Ländern, darunter Iván Duque in Kolumbien und letztes Wochenende Jair Bolsonaro in Brasilien – sind positive Zeichen für die Zukunft der Region und zeigen ein wachsendes regionales Engagement für die Grundsätze des freien Marktes“, so Bolton, der Kuba, Venezuela und Nicaragua als „Troika der Tyrannei“ bezeichnete.

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