Trotz Cyberattacken: Brasilien ersetzt kubanische Ärzte in Rekordzeit – Update

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Kubas Ärzte verlassen Brasilien (Foto: alter Campanato / Agência Brasil)
Datum: 29. November 2018
Uhrzeit: 12:12 Uhr
Leserecho: 1 Kommentar
Autor: Redaktion
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Brasiliens gewählter Präsident Jair Messias Bolsonaro hat während seines Wahlkampfs angekündigt, das Programm „Mehr Ärzte“ (Mais Médicos) zurückzufahren. Die neue Regierung wird die Gehälter der Kubaner nicht „an eine Diktatur zahlen und sie damit am Leben erhalten“. Nach Angaben der Regierung gibt es in 2.824 Gemeinden und 34 indigenen Bezirken 8.517 Arbeitsplätze, die früher von kubanischen Ärzten besetzt waren. Laut aktuellen Angaben des Gesundheitsministeriums sind rund 98 Prozent der vakanten Stellen inzwischen wieder besetzt. Damit hat die scheidende Temer-Regierung innerhalb kürzester Zeit das geschafft, was der abgewählten Links-Regierung in fünf Jahren nicht gelang – oder gelingen wollte.

Die Registrierungen der 8.278 Mediziner wurde nach Angaben aus Brasília durch massive Cyberattacken behindert. Über längere Zeit konnte die Registrierungs-Website nicht aufgerufen werden. Lokale Medien berichten, dass die Angriffe „vom Ausland“ aus stattfanden, offiziell wurde dies bisher nicht bestätigt.

Update

Am Donnerstagmorgen (Ortszeit) gab das Ministerium für Gesundheit bekannt, dass bereits 1.061 Ärzte ihren Dienst in den Regionen angetreten haben, die zuvor von kubanischen Medizinern betreut wurden (12,7% der 8.345, die bereits zugewiesen wurden). Die lokalen Kommunen sind für das Datum des Dienstantritts verantwortlich, der allerdings spätestens bis zum 7. Dezember erfolgen sollte.

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  1. 1
    Caratinga

    Diese Attacken kommen von Linken, die nicht in Brasilien leben, Bra nicht kennen, aber von Sozialismus und Kommunismus träumen.
    Habe mit diesem Pack in meinen Augen Kriminelle und Sozialschmarotzer lange Diskutiert, hat keinen Sinn, leben träumen an der Realität vorbei.
    Man muss bedenken, Bra hat sehr junge Menschen, davon viele Arbeitslos, dies ist die Chance, Fuss zu fassen, und man sieht es geht.

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