Kaffee aus den beliebtesten Anbaugebieten Lateinamerikas

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Für uns Deutsche ist der Start in den Tag ohne Kaffee undenkbar (Foto: Pixabay/CC0)
Datum: 27. Dezember 2018
Uhrzeit: 10:54 Uhr
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Autor: Redaktion
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Für die lateinamerikanischen Länder ist das Exportgut Kaffee überlebenswichtig. Kaffee selbst ist weltweit die zweitwichtigste Handelsware. In Brasilien werden jährlich mehr als 1,5 Millionen Tonnen Kaffee produziert und auch Kolumbien, Mexiko, Costa Rica, El Salvador oder Guatemala zählen zu den größten Kaffeeproduzenten der Welt.

Kultgetränk mit Gesundheitswert

Für uns Deutsche ist der Start in den Tag ohne Kaffee undenkbar. In den Arbeitsräumen und Büros sind der Kaffeeautomat oder die Kaffeepadmaschine unermüdlich im Einsatz. Kaffee hält uns nicht nur munter, die Bohnen aus Lateinamerika können auch einiges für die Gesundheit tun. Zahlreiche Studien haben in den letzten Jahren den Bohnen geholfen, ihr schlechtes Image loszuwerden. Die im Kaffee enthaltenen Antioxidantien tragen zum Zellschutz bei. Inhaltsstoffe wie Cafestol und Kahweol schützen die Leber. Ebenso ist die anregende Wirkung von Kaffee hervorzuheben.

Eine Anregung des Stoffwechsels lässt sich auf natürliche Weise mit Grünem Tee, Ingwer oder Kaffee erzielen. Durch die Erweiterung der Blutgefäße können die Organe besser durchblutet werden und die Atmung beschleunigt sich.

Kaffee-Hochburg Lateinamerika

Im eigentlichen Sinne besteht Kaffee aus zwei verschiedenen Arten von Bohnen, welche in den einzelnen Produkten in unterschiedlichen Mischungsverhältnissen vorliegen. Wobei die Arabica-Bohne der Robusta-Bohne in der Qualität deutlich überlegen ist.

Im Hochland von Äthiopien ist die Heimat der Arabica-Bohnen. Diese nehmen einen Marktanteil von 75 % in Anspruch. Die Sträucher gedeihen bis in 1.200 Meter Höhe und versorgen sich durch ihre tiefen Wurzeln mit Feuchtigkeit.

In Brasilien werden Robusta-Bohnen angebaut. Die Bohnen wachsen in tieferen Lagen und benötigen mehr Feuchtigkeit. In löslichem Kaffee ist der Anteil an Robusta-Bohnen besonders hoch.

Lateinamerikas Kaffee-Route lädt ein

Kaffeeliebhaber können die Herstellung der begehrten Bohnen in Lateinamerika hautnah miterleben. Honduras ist einer der größten Kaffeeproduzenten in Zentralamerika. Die Hochgebirgslandschaften werden von der Ruta del Café durchquert. An der Kaffee-Route liegen 224 Ortschaften. Vornehmlich in der Region Copán können Touristen zahlreiche Plantagen besichtigen und Einblicke in die Kaffeeherstellung bekommen.

Auch in El Salvador können entsprechende Touren unternommen werden. Der vulkanische und damit besonders nährstoffhaltige Boden lässt die Kaffeepflanzen im kleinsten Staat Zentralamerikas besonders gut gedeihen. In Chalchuapa werden verschiedene Arabica-Sorten angebaut. Bei geführten Touren erhalten Touristen Einblicke in den Herstellungsprozess. Abhängig von der Jahreszeit können sie zuschauen, wie die Bohnen geerntet, getrocknet oder geröstet werden. Wenn auch der Kaffee im Fokus steht, Beachtung verdienen auch die Sehenswürdigkeiten der Region. Dazu zählen zum Beispiel der Coatepeque See mit seinen tollen Aussichtsmöglichkeiten oder Joya de Cerén, eine Kultstätte der Mayas.

In den Nebelwäldern zu Füßen der Cuyanausul Bergkette liegt der “Portezuelo Park”. Nach einer Besichtigung der großflächigen Anbaugebiete sind auch Übernachtungen auf der Kaffeeplantage möglich. Eine Fährüberfahrt nach Nicaragua kann die Kaffeereise nach Lateinamerika abrunden. In Matagalpa kann das nationale Kaffeemuseum besucht werden. Hier wird einmal mehr deutlich, welche Bedeutung der Kaffeeanbau für Lateinamerika besitzt und wie sich der Anbau der beliebten Bohnen im Laufe der Zeit gewandelt hat.

Die Erkundung der Kaffee-Route ist auch für Teetrinker eine spannende und genussreiche Erfahrung. Aus den Schalen der Kaffeekirschen wird ein Tee aufgegossen. Das Getränk nennt sich Cascara und kann auch als kühle Erfrischung genossen werden.

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