Amaranta Gómez: Erste Transgender-Schule in Chile

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Amaranta Gómez, ist die erste Transgender-Schule in Chile (Foto: TWITTER / @PRESENTESLGBT)
Datum: 10. Februar 2019
Uhrzeit: 09:31 Uhr
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Autor: Redaktion
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Im südamerikanischen Land Chile haben sich vor mehreren Monaten die Türen der ersten Schule für Transgender-Jungen und Mädchen im Land geöffnet. Dieser unter dem Namen „Amaranta Gómez Regalado“ zu Ehren des mexikanischen Aktivisten getaufte Bildungsraum begrüßt jeden Tag viele transgende Kinder, die hier den Respekt und die gesellschaftliche Akzeptanz finden, die sie in anderen Bildungseinrichtungen nicht erhalten. Bevor Präsident Sebastián Piñera im vergangenen November das sogenannte „Gender-Identitätsgesetz“ unter dem Motto „Jeder ist mit seiner Freiheit und Kreativität der wahre Motor der Gesellschaft und jeder muss der Architekt seines eigenen Lebens sein“ verabschiedete, hatte die Selenna-Stiftung bereits auf die Notwendigkeit einer Schule dieser Art hingewiesen.

Aus diesem Grund und nachdem man sich auf den Standort in Ñuñoa (Provinz Santiago und Metropolregion Santiago) geeinigt hatte, begann der Bau der Einrichtung. „Die Initiative dieser Schule wurde im Dezember 2017 geboren, als wir feststellten, dass 15 Prozent der Kinder der Stiftung das Schuljahr in ihren bisherigen Schulen nicht abgeschlossen haben“, erklärt die Präsidentin der Selenna-Stiftung, Evelyn Silva. Der Unterricht begann im April letzten Jahres mit lediglich fünf Schülern und lag Ende des ersten Schuljahres bereits bei 22 (aktuell 28). Nun steht Silva vor der Herausforderung Finanzierungsprobleme zu lösen, da ihr die Mittel ausgehen.

Angesichts dieses düsteren Panoramas ( Lehrer arbeiten kostenlos) schlägt Silva vor, dass jeder Schüler 7,4 US-Dollar pro Monat bezahlt. „Wir versuchen die Lücken zu schließen um nicht sagen zu müssen: Es wird nicht gehen, weil es keine Bücher oder Schreibutensilien gibt“. Die Hoffnung, dass die Initiative weiter voranschreitet, basiert auf dem Bildungsprojekt mit dem sich Amaranta Gómez selbst präsentiert hat: der Trans International Fund, dessen Preisgeld 20.000 US-Dollar beträgt. Auch Chiles Bildungsministerin Marcela Cubillos hat bereits versichert, dass sie alles tun wird, damit ihr Ministerium Gelder zur Verfügung stellen kann.

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