Peru: Ex-Präsident Alan García begeht Selbstmord- Update

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Die Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen gegen García wegen der angeblichen Annahme von Bestechungsgeldern des brasilianischen Baukonzerns Odebrecht ausgeweitet (Foto: Garcia)
Datum: 17. April 2019
Uhrzeit: 14:47 Uhr
Leserecho: 2 Kommentare
Autor: Redaktion
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Der ehemalige peruanische Präsident Alan García hat einen Selbstmordversuch unternommen und sich in den Kopf geschossen. Garcia wurde in ein Krankenhaus (Casimiro Ulloa) eingeliefert, sein Zustand wird als „sehr ernst“ bezeichnet. Die peruanischen Justizbehörden hatten einen Haftbefehl erlassen, das ehemalige Staatsoberhaupt ist in den Korruptionsskandal rund um den brasilianischen Konzern Odebrecht verwickelt. García ist einer von vier ehemaligen Staatsoberhäuptern des Landes, gegen die wegen angeblicher Bestechung ermittelt wird.

Demnach wollte die Polizei den 69-Jährigen am Mittwochmorgen um 06:25 Uhr Ortszeit in seinem Haus in Lima festnehmen. Garcia soll sich in den Kopf geschossen haben und unterzieht sich im Moment einer Notoperation. Bilder von Garcías Sohn und Unterstützern, die vor dem Krankenhaus ankamen, wurden im Fernsehen übertragen.

Update

Laut dem peruanischen Ministerium für Gesundheit hat García drei Herzstillstände erlitten, nachdem er sich in den Kopf geschossen hatte . Aktuell behandeln ihn 27 Ärzte auf der Intensivstation. Das Gesundheitsministerium sprach von einer „Kugel, die am Kopf ein- und ausgetreten“ ist. Dabei ist auch „Hirnmasse ausgetreten“.

Update:

Die peruanische Regierung hat den Tod von Alan García bekannt gegeben.

Alan García, Stunden vor dem Selbstmord in seinem letzten Fernsehinterview am Dienstagabend: „Ich glaube an ein Leben nach dem Tod. Ich glaube, ich habe einen kleinen Platz in der Geschichte Perus“.

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Kommentarbereich

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  1. 1
    Manuel

    Da hat wohl einer die Konsequenzen gezogen…..hoffentlich hat der kriminelle Lula das in Brasilien mitbekommen und nimmt sich ein Beispiel!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

  2. 2
    noesfacil

    Pues,…… das sind Konsequenzen!
    Um einer peinlichen Verhaftung und einem noch peinlicheren Verfahren zu entgehen.
    Würde mich ganz besonders freuen, wenn dieses Beispiel auch bei den Kleptomanen in Venezuela Schule macht, aber da werde ich wohl lange auf entspr. Freude warten müssen.
    Allerdings müssten dann auch einige aus der sog. Opposition die Konsequenzen mitziehen, denn diese steckt z.T. leider auch drin im Odebrecht- Sumpf.
    noesfacil

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