Wiederherstellung der Demokratie in Venezuela: Peru lädt einhundert Länder ein

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Diktator Maduro ist Lateinamerikas größter politischer Versager (Foto: Archiv)
Datum: 04. Juli 2019
Uhrzeit: 09:54 Uhr
Leserecho: 2 Kommentare
Autor: Redaktion
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Das südamerikanische Land Venezuela hat sich in eine Diktatur verwandelt. Die Weichen dafür hatte Nicolás Maduro bereits im November 2017 gestellt: Der auf Kuba ausgebildete Marxist hob die demokratische Verfassung des südamerikanischen Landes aus den Angeln. In einer manipulierten Abstimmung wurden Delegierte ernannt, die über ein neues Grundgesetz bestimmen sollten. Der Zusammenbruch der venezolanischen Demokratie ist das Resultat eines wirtschaftspolitischen Großexperiments, das grandios gescheitert und bereits über vier Millionen Venezolaner in die Flucht getrieben hat. Seit Monaten lässt Diktator Nicolás Maduro Proteste gewaltsam niederschlagen, Sicherheitskräfte haben nach Angaben der Menschenrechtsorganisation „Amnesty International“ Hunderte Regime-Gegner willkürlich festgenommen, exekutiert und exzessiv Gewalt angewendet. Regime-Gegner werden zu Tode gefoltert und Maduro nutzt Angst und Strafe zur sozialen Kontrolle derjenigen, die Wandel verlangen und er attackiert dabei vor allem die Ärmsten, die er vorgeblich verteidigt, aber in Wirklichkeit ermordet, festnimmt und bedroht. Venezuelas Staatskrise ist allerdings nicht vom Himmel gefallen. Das Drama in Caracas ist auch das Ergebnis eines Versagens der internationalen Politik. Regierungen und Institutionen machen ihre Haltung zu Maduro von ideologischen Überzeugungen abhängig. Um die Demokratie in Venezuela wiederherzustellen, hat Peru Regierungsvertreter von einhundert Ländern, darunter die USA, Kuba, China, Russland und der Türkei, zu einem internationalen Gipfel eingeladen.

„Es wird ein ziemlich große Treffen sein“, erklärte der peruanische Außenminister Nestor Popolizio in Lima akkreditierten ausländischen Vertretern der Presse. „Das Meeting am 6. August ist der beste Weg, die Demokratie in Venezuela wiederherzustellen. Wir müssen ganz besonders die durch die Massenflucht erzeugten Auswirkungen für die Nachbarländer diskutieren. An diesem Treffen werden weder Vertreter von Nicolás Maduro noch von der Opposition teilnehmen. Wir wollen das Treffen nicht polarisieren“, so der Minister.

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Kommentarbereich

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  1. 1
    noesfacil

    Wahre Wort, ohne jeden Zweifel.
    Aber was soll im Angesicht der kaum noch in Worte zu fassenden „Zustände“ im Diktatur-Gangsterstaat Venezuela, das weitere „Herumgelabere“ des Clubs der Frühstücksdirektoren?
    Auch die Venezolanische Opposition ist dort nicht vertreten, man will nicht polarisieren(???)
    Na dann,….. auf, also weiter nach dem gleichen Menschenrecht- verachtenden Motto, wie bisher…… ich will Duschen aber mach mich nicht nass!
    So wird auch das wieder nichts, außer ein nettes Kaffeekränzchen, zum organisieren künftiger Vorteile und Profite, was für eine elende Heuchelei.
    Basta ya las palabras, hacen falta hechos. Viva Venezuela libre/ 05.07.2019
    noesfacil

    • 1.1
      Bono

      Wahrscheinlich müssen erst noch ca. 20 Millionen Venezolaner das Land verlassen, damit man den Rest dann austrocknen kann.

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