Welternährung: Hunger und Unterernährung in Venezuela vervierfacht

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820 Millionen Menschen hungern (Foto: FAO)
Datum: 16. Juli 2019
Uhrzeit: 07:57 Uhr
Leserecho: 1 Kommentar
Autor: Redaktion
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Weltweit haben im vergangenen Jahr mehr als 820 Millionen Menschen unter Hunger und Unterernährung gelitten. Dies ist laut dem gemeinsame Bericht „The State of Food Security“ mehrerer Uno-Organisationen der dritte Anstieg hungernder Menschen weltweit in Folge. Am stärksten breiten sich Hunger und Mangelernährung in Afrika aus, aber auch in Lateinamerika und der Karibik wird die fehlende Ernährungssicherheit wieder zum wachsenden Problem. Auffallend ist, dass Fehlernährung in Form von Übergewicht sowie Fettleibigkeit nahezu in allen Regionen ein wachsendes Problem darstellt, besonders gravierend wird der Anstieg unter Kindern und Jugendlichen – die zur Schule gehen – bezeichnet. Der Bericht über den Weltzustand der Ernährungssicherheit ergab auch, dass sich die Zahl der unter Hunger und Unterernährung leidenden Venezolaner fast vervierfachte: von 6,2 Prozent zwischen 2012 und 2014 auf 21,2 Prozent zwischen 2016 und 2018 (In Zahlen insgesamt 6,8 Millionen Menschen).

Die Zahl der Menschen, die in Lateinamerika und der Karibik Hunger leiden, ist bis 2018 zum dritten Mal in Folge gestiegen und betrifft laut Angaben der Vereinten Nationen 42,5 Millionen Menschen. Dieser Anstieg in der Region ist vor allem auf die Lage in Venezuela zurückzuführen. Demnach ist der Anteil der hungernden Menschen in der Region von 6,2 Prozent der Bevölkerung im Jahr 2015 auf 6,5 Prozent bis 2017 angestiegen und blieb im vergangen Jahr auf diesem Niveau. Der Hauptgrund für diesen Anstieg liegt in Südamerika, wo die Mehrheit der unterernährten Menschen in der Region lebt und die Unterernährungsrate von 4,6 Prozent im Jahr 2013 auf 5,5 Prozent im Jahr 2017 gestiegen ist. Von den 77 Ländern, in denen eine Zunahme der Unterernährung zwischen 2011 und 2017 registriert wurde, litten 65 unter einer Verlangsamung oder Kontraktion ihrer Volkswirtschaften.

Gleichzeitig stieg die Fettleibigkeit in Lateinamerika und der Karibik von 21,7 Prozent der erwachsenen Bevölkerung im Jahr 2012 auf 24,1 Prozent im Jahr 2016 (insgesamt 104,7 Millionen), was dem weltweit verzeichneten Anstieg entspricht.

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  1. 1
    noesfacil

    Und wieder ein weiteres „leuchtendes“ Beispiel für die wunderbaren „Errungenschaften“ im Sozialismus des 21 Jahrhunderts.
    Zugegeben, fettleibige, aufgrund von grottenschlechtem Amifrass, welcher durch Dauerwerbung im Venezuela TV, für toll befunden wird und schändlicherweise hungernde Menschen, vor allem Kinder hat es in Venezuela auch leider schon lange vor dem sog. Sozialismus und der Revolution gegeben, während eine satte, bräsig- arrogante und durchweg korrupte, degeneriert- selbstgefällige Oberschicht in Saus und Braus in den Tag hineinlebte.
    Gerade die Chavisten und deren Gefolge waren es doch, welche angetreten sind, um diese himmelschreiende Ungerechtigkeit und sozialen Missstände zu beheben!
    Sie sind aber statt dessen schon sehr lange genau dort und noch weitaus tiefer angekommen, wo Venezuela schon vor denen war.
    Diese heuchlerischen Pseuodogutmenschen.
    noesfacil

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