Historisch: Venezuelas Wirtschaft bricht um fast 65 Prozent ein

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Die systembedingte Wirtschaftskrise in Venezuela lässt die Menschen hungern und verzweifeln. Millionen fliehen in die benachbarten Länder (Foto: Archiv)
Datum: 30. Juli 2019
Uhrzeit: 09:37 Uhr
Leserecho: 1 Kommentar
Autor: Redaktion
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In seinem aktuellen und detaillierten Bericht hat der Internationale Währungsfonds (IWF) am Montag (29.) das solide Wachstum der Wirtschaft von Peru, Chile und Kolumbien hervorgehoben. Die Sonderorganisation der Vereinten Nationen zeichnete gleichzeitig ein düsteres Bild von Venezuela, wo die Wirtschaft seit 2013 um beinahe 65 Prozent zurückgegangen ist. Der Niedergang, ein Produkt der Korruption und der Unfähigkeit des Regimes, wird als „historischer Fall“ und in dieser Weltregion als einmalig bezeichnet. Dass Chávez ein Phantast war und Maduro absolut unfähig ist, das Land zu regieren, wird immer deutlicher. Venezuela ist global der einzige Fall von wirtschaftlichem Niedergang, der nicht mit bewaffneten Konflikten oder natürlichen Katastrophen in Verbindung steht. „In Venezuela wird projiziert, dass das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) in diesem Jahr erneut um 35 Prozent sinken wird, womit der kumulierte Rückgang seit 2013 bei über sechzig Prozent liegt. Ebenfalls wird die Hyperinflation in Venezuela anhalten und die Auswanderung/Flucht bis Ende 2019 die Gesamtzahl von über fünf Millionen überschreiten“, so der IWF.

„Die Wirtschaftstätigkeit in Lateinamerika und der Karibik entwickelt sich weiterhin langsam. Für 2019 wird für die Region ein reales BIP-Wachstum von 0,6 Prozent erwartet – die niedrigste Rate seit 2016 – und eine Erholung auf 2,3 Prozent bis 2020“, so Alejandro Werner, IWF-Direktor für die westliche Hemisphäre, bei einer Pressekonferenz. Peru wird einer der Motoren der Region in den Jahren 2019 und 2020 sein, mit einem geschätzten Wachstum von 3,7 Prozent in diesem und 4,1 Prozent im nächsten Jahr. In Kolumbien wird in diesem Jahr eine Expansion von 3,4 Prozent erwartet, in Chile in diesem Jahr 3,2 und im nächsten Jahr 3,4 Prozent.

Zentralamerika, Panama und die Dominikanische Republik werden ebenfalls zur wirtschaftlichen Expansion beitragen, deren gesamtes BIP in diesem Jahr um 3,7 und im nächsten Jahr um 3,9 Prozent wachsen wird.

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  1. 1
    noesfacil

    […] Der Niedergang, ein Produkt der Korruption und der Unfähigkeit des Regimes, wird als „historischer Fall“ und in dieser Weltregion als einmalig bezeichnet. Dass Chávez ein Phantast war und Maduro absolut unfähig ist, das Land zu regieren, wird immer deutlicher […]

    Nicht weiter verwunderlich, oder?
    Wo ist die Neuigkeit oder das erhellende Gewicht dieser Feststellung zu welcher der IWF kommt.
    Mich würde vielmehr das Publizieren einer nachhaltigen Lösung -natürlich ohne Maduro und die PSUV/- Chavistengangsterbande seitens des IWF interessieren, sofern man sich Venezuela ohne diese wahrhaftigen „Patrioten“ nebst der überbordenden Korruption, Borniert- und Faulheit überhaupt vorstellen kann.
    niesfacil

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