Brasilien will Freihandelsabkommen mit Mexiko

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Brasilien überholte USA als größten Sojabohnenproduzenten der Welt (Foto: Ministerio)
Datum: 10. September 2019
Uhrzeit: 17:57 Uhr
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Autor: Redaktion
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Die brasilianische Regierung plant ein Freihandelsabkommen mit Mexiko. Nach Angaben aus Brasília haben Vertreter der zwei größten Volkswirtschaften Lateinamerikas bereits Verhandlungen aufgenommen, die laut dem brasilianischen Außenminister Marcos Troyjo unter anderem die Ausfuhr von Agrarerzeugnissen erhöhen soll. „Der Handel zwischen Brasilien und Mexiko lag bei den Vorgängerregierung immer unter dem gewünschten Niveau – auch weil Mexiko anderen Geschäftspartnern wie den Vereinigten Staaten und Kanada Vorrang einräumte“, so Troyjo auf einer vom Brazil-China Business Council in New York organisierten Konferenz.

Zwischen Brasilien und Mexiko besteht seit März dieses Jahres ein Freihandelsabkommen für Automobile, das die Einfuhrzölle und -Gebühren zwischen den beiden Ländern beseitigt. Mit den neuen Verhandlungen soll dieses Abkommen auf andere produktive Sektoren wie die Landwirtschaft ausgeweitet werden. Dies ist für Brasilien, einen der größten Lebensmittelproduzenten und -Exporteure der Welt, von besonderem Interesse. „Brasilien hat ein sofortiges Interesse daran, seine Exporte von landwirtschaftlichen Rohstoffen nach Mexiko zu steigern“, bekräftigte Troyjo.

Die Aufnahme von Verhandlungen zwischen den beiden größten Wirtschaftsmächten Lateinamerikas erfolgt parallel zu den bereits angekündigten Verhandlungen zwischen Brasilien und den Vereinigten Staaten, um ebenfalls ein Freihandelsabkommen zwischen den beiden Nationen anzustreben. Brasiliens Strategie, seine Handelsbeziehungen zu anderen Ländern in der Region zu vertiefen, findet auch zu einer Zeit statt, in der die USA und China einen Handelskrieg mit Konsequenzen führen, die für den südamerikanischen Riesen noch nicht kalkuliert sind.

Für den brasilianischen Vizepräsidenten Hamilton Mourao gewinnt Brasilien kurzfristig mit diesem Handelskonflikt zwischen den Vereinigten Staaten und China – weil es einen Teil seiner Exporte steigert, aber langfristig aufgrund der durch diesen Konflikt verursachten globalen Instabilität auch wieder verliert.

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