Auswärtiges Amt zur Lage in Chile – Update

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Santiago liegt in einem Talkessel am Fluss Río Mapocho und ist eine der am stärksten von Luftverschmutzungen betroffenen Städte in Lateinamerika (Foto: Screenshot YouTube)
Datum: 22. Oktober 2019
Uhrzeit: 10:03 Uhr
Ressorts: Chile, Welt & Reisen
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Redaktion
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Seit dem 18. Oktober 2019 kommt es in der Hauptstadt Santiago und anderen Regionen zu teils gewaltsamen Demonstrationen, Streiks, Straßenblockaden und Plünderungen. Über große Teile Santiagos, Valparaíso und Concepción sowie inzwischen auch die Regionen Antofagasta, La Serena, Maule, BioBio, Araucanía, Los Rios und Magallanes gelten der Ausnahmezustand und nächtliche Ausgangssperren. Weitere Ausschreitungen in Santiago und anderen größeren Städten des Landes sind nicht auszuschließen.

Der öffentliche Nahverkehr in Santiago ist durch die Schäden am Metronetz vom Wochenende weiterhin behindert und auf den teilweisen Betrieb von nur einer Linie beschränkt, auch der restliche Nahverkehr in und um Santiago ist größtenteils zum Erliegen gekommen. Die Fernstraßen sind befahrbar, die Flughäfen Chiles sind in Betrieb. Mit weiteren Verzögerungen und Behinderungen im Straßenverkehr, Fernbusverkehr und (vor allem im inländischen) Flugverkehr ist aber weiterhin zu rechnen.

Aufgrund des Ausnahmezustands und nächtlicher Ausgangssperren kommt es zu Einschränkungen der Bewegungs- und Versammlungsfreiheit, aktuell für Santiago, Valparaíso und Rancagua sowie für Concepción, jeweils bis 6.00 Uhr.

Bewegen Sie sich in betroffenen Gebieten nur soweit wie nötig und mit besonderer Vorsicht.

Informieren Sie sich über die lokalen und sozialen Medien.

Halten Sie engen Kontakt zu Ihrem Reiseveranstalter oder Ihrer Fluggesellschaft über mögliche Änderungen im Reiseplan.

Meiden Sie öffentliche Plätze und Menschenansammlungen wie Protestveranstaltungen weiträumig.

Folgen Sie den Anweisungen lokaler Sicherheitskräfte und halten Sie sich unbedingt an die nächtlichen Ausgangssperren.

Auswärtiges Amt, 22. Oktober 2019

Update

Die Zahl der Todesopfer ist nach offiziellen Angaben auf 15 gestiegen, über 900 Personen wurden in der Nacht auf Dienstag festgenommen. Damit steig die Zahl der Inhaftierten auf über 2.600 an. Die Börse von Santiago ist zusammengebrochen, am Montag wurden rund 7,8 Milliarden US-Dollar an Eigenkapital vernichtet.

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