Magisches Peru: Märchen, Sagen und Legenden

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Eine dieser zahlreichen Legenden gilt natürlich dem Ursprung des Inkareiches, das in Peru, genauer gesagt inmitten des Titicacasees, seinen Anfang gefunden haben soll (Foto: fame creative lab)
Datum: 07. November 2019
Uhrzeit: 14:46 Uhr
Ressorts: Peru, Welt & Reisen
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Autor: Redaktion
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Zahlreiche Legenden ranken sich um das reichste Land der Welt und seine Geschichte. In jedem Landesteil, Anden, Küste oder Regenwald, gibt es ganz eigene Sagen und Märchen. Wie es sich für ein Land mit einer derart reichen und sagenumwobenen Kultur gehört, ranken sich tausende Mythen, Legenden und Sagen um die Geschichte Perus und seiner Völker. Obwohl es damals keine Schrift gab, und all die Märchen nur mündlich überliefert werden konnten, sind viele davon bis heute erhalten geblieben.

Eine dieser zahlreichen Legenden gilt natürlich dem Ursprung des Inkareiches, das in Peru, genauer gesagt inmitten des Titicacasees, seinen Anfang gefunden haben soll. Es heißt, dass der Sonnengott Inti unzufrieden mit den Menschen war und deshalb das Geschwisterpaar Manco Capac und Mama Ocllo schuf, mit dem Auftrag, die Welt zu zivilisieren, ein Königreich zu finden und den Sonnenkult einzuführen. Die Geschwister entstiegen dem Titicacasee und machten sich von dort aus auf nach Norden. Unweit des heutigen Cusco ließen sich Manco Capac und Mama Ocllo nieder. Manco Capac brachte den Männern bei, das Land zu bearbeiten und Bewässerungskanäle zu bauen. Mama Ocllo lehrte den Frauen zu nähen, zu kochen und Stoffe zu weben. Und so nahm die große Zivilisation der Inka ihren Anfang, viele der Traditionen und Fertigkeiten sind bis heute erhalten geblieben und können beispielsweise im heiligen Tal der Inka gefunden werden.

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Der Amazonas-Regenwald ist nicht nur ein Ort der Wunder der Natur, auch ist er Schauplatz zahlreicher Legenden und Mythen – wie der zu seiner Entstehung. So soll es einst eine Zeit gegeben haben, zu der Menschen mit den Tieren sprechen konnten, als zwei Zwillingsbrüder mit ihren Großeltern im Dschungel lebten. Damals war Wasser im Dschungel nicht leicht zu finden und nur der Großvater kannte die Quellen. Er schickte seine Enkel los, um Wasser zu holen, damit die Großmutter es zum Kochen verwenden konnte.

Um die Aufgabe schneller zu erledigen, beschlossen die Zwillinge herauszufinden, wo ihr Großvater das Wasser herbekommen hatte. Dazu verwandelte sich der älteste Bruder in einen Kolibri und folgte seinem Großvater vorsichtig bis zu einem Baum namens „Lupuna“, aus dem Wasser sprudelte. Aufgeregt berichtete er seinem Bruder von seiner Entdeckung und die beiden beschlossen, alle Tiere zusammenzurufen, um gemeinsam den Baum zu fällen, um an das Wasser in seinem Inneren heranzukommen.

Nach vielen Stunden harter Arbeit brach der Abend an, und die Brüder beschlossen, am nächsten Tag weiterzumachen. Am kommenden Morgen fanden sie den Baum unversehrt vor. Dies wiederholte sich an fünf Tagen. Am sechsten Tag beschlossen sie, den Baum an einem Tag zu fällen.

Als es fast geschafft war, verwandelte sich einer der Brüder in einen Skorpion und stach den Großvater in den Fuß. Dadurch war es geschafft, der Baum fiel mit großem Getöse um, Wasser sprudelte aus dem Baumstamm und wurde zum reißenden Amazonasstrom. Die Äste und Blätter des Baumes verwandelten sich in die verschiedenen Fischarten, die heute hier zu finden sind.

Und auch um Perus Küstenregion ranken sich zahlreiche Mythen. So heißt es, dass einst ein Gott mit dem Namen Naylamp auf mysteriöse Weise an der Küste vor Lambayeque auftaucht. Er ritt auf einem traditionellen Schilfboot, dem sogenannten Caballito de Totora, wie es bis heute von den Fischern verwendet wird, und hatte eine große Gefolgschaft. Viele Jahre regierte er und bescherte der Region großen Reichtum. Mit zunehmendem Alter wuchsen ihm Flügel und er lernte zu fliegen. Damit sein Volk ihn auch nach seinem Tod nicht vergessen würde, schnitzte er sein Antlitz auf eine Steinstatue mit dem Namen Llampayec, was „Statue der Naylamp“ bedeutet. Daraus wurde der Name der heutigen Region Lambayeque. Die goldenen Zeremonialmesser, Tumi genannt, die hier in zahlreichen Museen zu finden sind, zeigen allesamt eine Darstellung von Naylamp.

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