Farce in Venezuela: Schlüsselabstimmung in der Nationalversammlung – Update

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Juan Guaidó ist der Interimspräsident von Venezuela (Foto: Guaidó)
Datum: 05. Januar 2020
Uhrzeit: 10:01 Uhr
Leserecho: 8 Kommentare
Autor: Redaktion
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In Venezuela wurde Juan Guaidó vor einem Jahr in Übereinstimmung mit den internen Rotationsregeln der Oppositionsparteien zum Präsidenten der vom Volk gewählten Nationalversammlung gewählt. Am Sonntag (5.) wählt die Nationalversammlung eine neue Führung, Guaidó braucht 84 von 167 Stimmen, um als Parlamentspräsident wiedergewählt zu werden.

Interimspräsident Guaidó steht vor einem Scherbenhaufen: Er hatte vor einem Jahr freie Wahlen versprochen und wollte Maduro aus dem Amt fegen. Dieser ist immer noch Präsident und fast fünf Millionen Venezolaner haben das Land verlassen – die größte Massenflucht in der Geschichte Lateinamerikas geht weiter.

Update

Polizei und Nationalgarde blockieren den Eingang zur Volksvertretung und verhindern Wiederwahl Guaidós zum Parlamentspräsidenten. Der Chavista Luis Parra erklärte sich per Megafon zum Parlamentspräsidenten. Das argentinische Außenministerium lehnte die Vorfälle in Venezuela bereits ab: „Sie sind ein neues Hindernis für das reibungslose Funktionieren der Rechtsstaatlichkeit.“

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  1. 1
    noesfacil

    „Interimspräsident Guaidó steht vor einem Scherbenhaufen: Er hatte vor einem Jahr freie Wahlen versprochen und wollte Maduro aus dem Amt fegen. Dieser ist immer noch Präsident und fast fünf Millionen Venezolaner haben das Land verlassen – die größte Massenflucht in der Geschichte Lateinamerikas geht weiter“

    Was für einen demoralisierende, aber leider zutreffende Feststellung!

    Es war und ist eben, bei Weitem nicht ausreichend, sich auf die vermeintliche Hilfe der “ verlogenen, heuchlerischen, selbstgefälligen und falschen Yankees“ zu verlassen.
    Ein glaubwürdiges Programm von glaubwürdigen Politikern, einer ganz anderen Art muss her, aber damit ebenfalls bei Weitem nicht genug.
    Zudem muss sich die Opposition als geeinte, ehrliche und überzeugende Kraft darstellen, hiervon ist sie aber, als selbstsüchtiger und teilweise, elend- korrupter und degenerierter Haufen sehr weit entfernt und daher in Teilen kaum noch glaubwürdig.
    Wie allerdings, selbst wenn es um die Opposition weitaus besser gestellt wäre, die schier unglaubliche Macht der Maduro- Mafia- Kamarilla, des sog. Militärs, welche diese Mafia- Kamarilla an der Macht hält, nebst der zahlreichen ausländischen Mächte (die bekannt sind und hier zur Vermeidung von Wiederholungen nicht abermals benannt werden müssen) besiegt werden kann,……das weis ich auch nicht und kann es mir eigentlich auch kaum noch vorstellen.
    Dieser elende Albtraum, in seinen unfassbaren Auswüchsen, scheint kein Ende nehmen zu wollen.
    Viel Glück Juan Guaidó, mucha suerte y buena fe, para el dia de hoy y el proximo futuro,
    Gloria al bravo pueblo!

  2. 2
    Mike Most

    Und das Schlimme ist, dass die meisten Venezolaner das ja offensichtlich so möchten.
    Ich kenne hier einen „ geflohenen“ Venezolaner.
    Er flieht in den „ Kapitalismus“ , schwört aber auf seine Präsidenten. Denn Schuld sind immer die anderen , vor allem alle die nicht dem Sozialismus folgen.
    Selbst die Vorzüge jetzt als Geflohener in Anspruch nehmen und in gleichem Atemzug darüber schimpfen…. merken Sie was?

    • 2.1
      noesfacil

      1. Das sind ja „merkwürdig“ schizophrene Leute die Sie da kennen!
      2. Was glauben Sie, was die meisten Venezolaner möchten?
      3. Wer flieht in welchen Kapitalismus, aus welchem Sozialismus?
      4. Welche „Vorzüge“ genießen die „Geflohenen“, wo?

      Erzählen Sie mal ein bisschen und tragen Sie aus Ihrem offenbar reichen Erfahrungsschatz ein wenig vor. Fakten-Fakten-Fakten, am Besten belastbar!

      Also wir (die Venezolanische Gemeinde) betreuen gerade hier in Deutschland eine Menge armer Venezolanischer Seelen (Geflohener) in Leipzig und auch anderswo, von „Genießen, Genuss“ oder gar „Vorzügen“ habe ich bei diesen demoralisierten und traumatisierten Seelen noch nichts erkennen können.
      Einziger „Vorzug“ mag es sein, temporär dem Elend und Chaos in Venezuela entkommen zu sein. Die Perspektive hier ist aber generell ziemlich hoffnungslos, den Anspruch auf Asyl haben die Allermeisten hier nicht, wie mir von kompetenter die Benz. Flüchtlinge betreuenden Menschenrechtsanwältinnen, in Leipzig erläutert worden ist.
      noesfacil

  3. 3
    Peter Hager

    Wer war noch mal Guaido…? Ach ja, da war mal was! Vor 11 Monaten hab ich ihm in Venezuela zugejubelt. Kommt wir vor wie vor 20 Jahren.

    • 3.1
      noesfacil

      Aber Maduro hat ja immerhin die Unterstützung der deutschen Linken und natürlich die Russlands, Chinas und Kuba.
      Alles bekanntermaßen wirklich aufrichtige und stramme Demokratien!;- wie ja hinlänglich bekannt sein dürfte.
      Und auf den „Blonden mit dem Spatzenhirn“ war kein und wird keinerlei Verlass sein!
      Se acabo la fiesta.
      No puedo Comer tanto, como quiero vomigar!
      noesfacil

  4. 4
    Matthias Gysin

    Das ist eine Katastrophe. Vor allem dürfte die Opposition in der Zwischenzeit mehr Geld scheffeln als Maduro. Seien wir doch ehrlich es ist wie „noesfacil“ schreibt ein Scherbenhaufen erster Güte sowie die beste Geldwaschanlage. (besser als die Schweiz). Ich habe die Hoffnung längst aufgegeben, dass das was wird. Meine Familie lebt bestens in Chile und ist (wieder) erwerbstätig, was in Venezuela nicht mehr möglich war. Mein Sohn (14J) fragt mich jede Woche, wann wir wieder nach Venezuela gehen – diese Antwort tut sehr wehr und bricht mir das Herz – wir könnten grad so gut nach Irak (das Land ist sicher schön – aber auch eine „Bombenstimmung“. Das Land, Venezuela so wie es einst war, mit seinen Einwohnern und unseren Freunden fehlt uns ungemein – aber in einem Scherbenhaufen tritt man höchtens in eine Scherbe. Das Herz weint und hat resigniert, was kann ich machen – nichts – die Leute, die (verlogenen), welche Guaido unterstützen und helfen könnten, wo sind diese … alle in den Fernsehsesseln und quasseln .. (oder eben Iran da war ja auch was). Frustrierend und traurig.

    • 4.1
      noesfacil

      „Das Land, Venezuela so wie es einst war, mit seinen Einwohnern und unseren Freunden…….“

      Das Land, mein ex- Heimatland Venezuela, so wie es einst einmal war, mit seinen Einwohnern und vielen Freunden, fehlt mir nahezu schon mein ganzes Leben!
      Es hilft aber nichts, dieses Land, wo wie es einst einmal war, ist weg und nahezu, nicht nur physisch, sondern auch psychisch völlig zerstört,……. es kommt nicht wieder, es kommt vermutlich niemals mehr wieder.
      Niemand hat Guaidó, wie auch andere vor ihm jemals ernsthaft unterstützen wollen,… alles leeres Gefasel von hemmungslos selbstgefälligen und unter narzisstischen Persönlichkeitsstörungen leidenden Yankee- Opportunisten aus dem Norden. Die haben jetzt auch vermeintlich „besseres“ zu tun, schickten zugegebenermaßen einen wirklich elenden Schweinehund zu Allah, setzen aber dabei mit eiskaltem Kalkül erst einmal den Nahen Osten vollends in Brand.
      Niemand wird dieses elende Spiel letztlich gewinnen können.
      noesfacil

  5. 5
    noesfacil

    Das Ding mit Guaidó ist gelaufen!!!
    Die Medien melden:
    Sicherheitskräfte verhindern Wiederwahl Guaidós zum Parlamentspräsidenten.
    Der Gegenspieler von Venezuelas Präsident Nicolás Maduro wollte sich in Caracas erneut zum Parlamentspräsidenten wählen lassen. Polizei und Nationalgarde blockierten jedoch den Eingang zur Volksvertretung.
    Ich könnte platzen vor Wut!
    noesfacil

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