Panama: Teuerster Kaffee der Welt kostet mehr als 2.000 US-Dollar pro Kilogramm

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Für uns Deutsche ist der Start in den Tag ohne Kaffee undenkbar (Foto: Pixabay/CC0)
Datum: 04. Februar 2020
Uhrzeit: 14:15 Uhr
Ressorts: Panama, Panorama
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Autor: Redaktion
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Mit kleinen und lauten Schlucken probiert eine Gruppe Koreaner den luxuriösen Geisha-Kaffee, der als der teuerste der Welt gilt und für den mehr als 2.000 US-Dollar pro Kilo bezahlt wurden. Geisha Kaffee ist eine der edelsten Kaffeesorten die es zur Zeit gibt. Die Spezialität hat einen japanischen Namen, kommt aus Südamerika und wird in Panama angebaut. Vor kurzem wurden 454 Gramm für 1.029 US-Dollar an ein japanisches Haus verkauft. Nach Angaben der Produzenten war ein solcher Geldbetrag noch nie zuvor gezahlt worden, obwohl 2018 ein Geisha-Kaffee vom selben Anbauer für 803 US-Dollar pro Pfund versteigert worden war.

Der Kaffee auf dieser Parzelle wurde 2019 von der Fachzeitschrift „Coffee Review“ mit 98 von 100 Punkten als der beste der Welt eingestuft, noch vor Ernten aus Kenia, Kolumbien und Costa Rica. Ein weiterer aus dem zentralamerikanischen Land stammender Geisha taucht unter den Top 10 von 30 Marken auf. In den letzten Jahren belief sich der Export von panamaischem Kaffee auf rund 212 Millionen US-Dollar, 0,4 Prozent des Bruttoinlandsprodukts des Landes.

Obwohl Panama weit entfernt ist von den 40 Millionen von Brasilien exportierten oder den 14,8 Millionen in Kolumbien geernteten Säcken, hat es das Land geschafft, sich in die Luxus-Märkte von Japan, China, Taiwan, Südkorea und den Vereinigten Staaten zu schleichen. Die Welt des Kaffees entwickelt sich weiter. Vor 50 Jahren wurde es als Ware angesehen. Die Leute kauften ohne viel auf die Eigenschaften und Aromen zu achten, aber in den letzten 20 bis 25 Jahren gab es eine neue Sichtweise auf Kaffee und jetzt ist es ein Luxusartikel geworden.

Im Hochland der an Costa Rica grenzenden Provinz Chiriquí wird panamaischer Kaffee angebaut. Dort werden Dutzende Kaffeeplantagen hauptsächlich von Ngäbe Buglé Indios gehegt und gepflegt, die während der Ernte von ihrer Armutssituation entlastet werden. Laut Hersteller ist das Geheimnis, dass die Bohne in den Bergregionen über 1.600 Meter auszeichnet, in den Ausläufern des Baru Vulkan zu suchen. Das kalte und regnerischen Mikroklima zwischen den beiden Ozeanen ist perfekt für die Ernte des Geisha-Kaffee. Die niedrigen Temperaturen während der Ernte zwischen Dezember und April, der anhaltende Regen und Nebel lassen die ursprünglich aus Äthiopien stammende Geisha-Kaffeebohne langsamer reifen, was ihre Süße und ihren Geschmack hervorhebt.

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