Jedes zweite Kind zwischen sechs Monaten und drei Jahren leidet in Cusco an Anämie. Die Krankheit betrifft 57,4 Prozent der Säuglinge in der Region, siebzehn Prozent über dem nationalen Durchschnitt. Damit ist die Region Cusco im Zentrum des peruanischen Andenhochlandes nach Puno (69,9 Prozent) die zweite mit der größten Anzahl von Kindern, die an dieser schweren Krankheit leiden. Das Besorgniserregendste ist, dass die Zahl der Anämiker 2019 um 3,2 Prozent gestiegen ist, anstatt abzunehmen. Im Jahr 2018 lag der Anteil der Kinder unter 36 Monaten bei 54,2 Prozent und stieg 2019 laut der Erhebung über die demografische und familiäre Gesundheit (ENDES) auf 57,4 Prozent.
Die Statistiken zeigen jedoch nicht das wahre Ausmaß des Problems. Anämie ist eine schwerwiegende Krankheit, die auftritt, wenn das Hämoglobin im Blut aufgrund von Eisenmangel aufgrund einer schlechten Ernährung abnimmt. Cusco hat 112 Bezirke. Es gibt eine kleine Gruppe von Orten, die von diesem Übel schwer betroffen sind. In den Distrikten Velille und Ccapacmarca, Provinz Chumbivilcas, sind sieben von zehn Kindern unter drei Jahren anämisch. Die genaue Zahl beträgt 73,7 bzw. 71,9 Prozent.
Im Stadtteil San Sebastián, nur wenige Meter vom Herzen der Kaiserstadt Cusco entfernt, sind siebzig Prozent der Minderjährigen betroffen. In den Distrikten Marcapata und Ocongate (Quispicanchi) sind 79,1 bzw. 76,1 Prozent der Kinder betroffen. Das andere Extrem sind die Bezirke, die diese Krankheit fast überwunden haben. In Pichigua und Condoroma, Provinz Espinar, sind nur 0,7 bzw. 4,2 Prozent der Minderjährigen von Anämie betroffen. Auch in Marangani in der Provinz Canchis gibt es nur 4,3 Prozent der Anämien, während in Quehue in Canas die Zahl auf 6,6 Prozent steigt.
Der Regionalgouverneur Jean Paul Benavente teilte mit, der Rückschlag sei auf mehrere Faktoren zurückzuführen. Einer davon ist der Mangel an Trinkwasser, Gesundheits- und Lebensmittel. Vor Tagen hielt er ein Treffen mit dem Ministerium für Wohnungswesen ab, um sanitäre Arbeiten durchzuführen.
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