Coronavirus in Brasilien: Lateinamerika in Alarmbereitschaft

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Nachdem der erste Fall einer Kontamination durch das neue Coronavirus (Covid-19) in Brasilien bestätigt wurde, verstärken die lateinamerikanischen Länder die Kontrollmaßnahmen und alarmieren die Bevölkerung (Foto: TVBasil)
Datum: 26. Februar 2020
Uhrzeit: 20:44 Uhr
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Autor: Redaktion
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Nachdem der erste Fall einer Kontamination durch das neue Coronavirus (Covid-19) in Brasilien bestätigt wurde, verstärken die lateinamerikanischen Länder die Kontrollmaßnahmen und alarmieren die Bevölkerung. In Chile wurden bisher 260 Verdachtsfälle der Krankheit ohne Bestätigung registriert. Der chilenische Gesundheitsminister Jaime Mañalich teilte mit, dass alle Menschen mit Verdacht auf die Krankheit isoliert in ihren Häusern sind und ihre Behausungen 14 Tage lang nicht verlassen können. Chile hat an den Einreisestellen strenge Protokolle angewandt. „Zusätzlich zu dem, was wir bereits getan haben, müssen ab Freitag (28.) alle Personen, die mit dem Flugzeug nach Chile transportiert werden, eine Erklärung unterzeichnen in der angegeben ist, in welchen Ländern sie im letzten Monat gewesen sind“, kündigte der Minister an.

In Peru gab Gesundheitsministerin Elizabeth Hinostroza bekannt, dass fünf Krankenhäuser in Lima bereit sind mögliche Patienten mit Coronavirus zu isolieren. Bisher bibt es keine bestätigten Fälle der Krankheit, aber das Land sei auf die Ankunft des Virus vorbereitet. Kolumbien hat bisher 13 Verdachtsfälle ausgeschlossen und das Gesundheitsministerium hat beschlossen, die Alarmstufe von leicht auf mittel zu erhöhen. In Paraguay werden die Kontrollprotokolle streng angewendet, bisher gibt es zwei Verdachtsfälle. In Bolivien wurden die Flughafenkontrollen für Flugverbindungen nach Lima, Peru und São Paulo verstärkt, da dies die wichtigsten Verbindungen des Landes zur Welt sind. In Argentinien berichtete das Gesundheitsministerium, dass Flüge aus Italien besondere Aufmerksamkeit erhalten.

In Ecuador gibt es 15 Krankenhäuser, die für die Behandlung von Kontaminationsfällen durch das neue Coronavirus vorbereitet sind. Das Land hat bisher keine Aufzeichnungen über Verdachtsfälle, verfügt jedoch bereits über die Reagenzien, um diagnostische Tests für die Krankheit durchzuführen. In Costa Rica wird die Ankunft des neuen Coronavirus im Land als „nur eine Frage der Zeit“ bezeichnet. In Mexiko wird in einer offiziellen Erklärung darauf hingewiesen, dass bisher keine Verdachtsfälle auf Kontamination vorliegen.

Auf Kuba haben die Behörden die Überprüfung von Reisenden, die in den Häfen und Flughäfen des Landes ankommen, verstärkt. Der Präsident von El Salvador, Nayib Bukele, hat gestern die Einreise von Menschen aus Südkorea und Italien verboten, um die Ausbreitung des neuen Coronavirus im Land zu verhindern. In Honduras wurde letzte Woche der erste vermutete Fall einer Kontamination durch das neue Virus registriert, die Krankheit wurde jedoch nicht bestätigt. In Panama hat das Gesundheitsministerium in Zusammenarbeit mit dem internationalen Flughafen Tocumen einen Bereich für die vorübergehende Evakuierung von Passagieren mit Verdacht auf Krankheitssymptome eingerichtet. In Guatemala erklärte Präsident Alejandro Giammattei eine maximale Gesundheitswarnung, um zu verhindern, dass das Virus in das Land eindringt.

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