Brasilien: Bildungsminister gibt bürgerlich-militärische Schulen bekannt

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Das größte Land Lateinamerikas verfügt über dreizehn Militärakademien, von denen sich elf in verschiedenen Landeshauptstädten befinden (Foto: Archiv)
Datum: 26. Februar 2020
Uhrzeit: 22:28 Uhr
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Autor: Redaktion
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Brasiliens neues Schlachtfeld im Zivilbereich ist auch das Klassenzimmer und in den Unterrichtsräumen sollen Kulturkriege geführt werden. Ziel ist es, den Nationalstolz zu verstärken, den viele Brasilianer in den letzten Jahren als verloren empfunden haben. Nachdem vor Amtsantritt von Präsident Jair Messias Bolsonaro eher Drogenhändler als uniformierte Soldaten am Schultor zu sehen waren, hat sich das Szenario verändert. Das Programm zur Förderung zivil-militärischer Schulen (Nacional das Escolas Cívico-Militares) sieht 54 Bildungseinrichtungen in 22 Bundesstaaten und im Bundesdistrikt vor. Militärangestellte übernehmen Aufgaben der Verwaltung und auch der Disziplinierung – sowohl der Lernenden wie auch der Lehrenden, die weiterhin ihre traditionelle pädagogische Rolle ausführen. Am Mittwochnachmittag (26.) Ortszeit gab Bildungsminister Abraham Weintraub die Liste der Schulen bekannt, die für die Teilnahme am Programm für bürgerlich-militärische Schulen ausgewählt wurden.

Das Modell wird im Laufe des Jahres in einer Pilotausgabe implementiert. Neben den Schulen in Rio Grande do Sul und Pará wird es vier Schulen in Santa Catarina, Paraná und Goiás geben. Drei in Minas Gerais, Amazonas, Mato Grosso do Sul und Tocantins; zwei in Acre, Amapá, Roraima, Ceará, Distrito Federal und Mato Grosso und jeweils eine in Rondônia, Rio de Janeiro, Maranhão, Paraíba, Bahia, Pernambuco, Rio Grande do Norte und São Paulo.

Militärpolizei und Feuerwehrleute wurden für die Arbeit in Schulen ausgebildet. In der ersten Schulungsrunde im Dezember in Brasilia waren Schulleiter und Koordinatoren sowie Vertreter der staatlichen und kommunalen Bildungsministerien an der Arbeit beteiligt, die als Multiplikatoren fungieren werden. Die zweite Runde fand diesen Monat in Porto Alegre (RS) statt. 54 Reserve- und aktive Offiziere der Militärpolizei und der Feuerwehr, sowie 17 Fachkräfte der Bildungsabteilungen, wurden auf ihre Aufgabe vorbereitet.

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