Coronavirus: „Lufthansa“ reduziert um bis zu fünfzig Prozent – Update

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Nach eingehender Bewertung aller vorliegenden Informationen zu den Auswirkungen des neuartigen Coronavirus hatte die Lufthansa Group bereits alle Flüge von Lufthansa, SWISS und Austrian Airlines von und nach Festland-China bis zum Ende des Winterflugplans am 28. März gestrichen (Foto: Latinapress)
Datum: 05. März 2020
Uhrzeit: 16:36 Uhr
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Redaktion
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Aufgrund der Verbreitung des Coronavirus und der geringen Nachfrage von Flügen nach Italien hat die Fluggesellschaft „LATAM Airlines Brasil“ ihre Flüge zwischen São Paulo und Mailand vom 2. März bis 16. April ausgesetzt. Das Unternehmen bietet derzeit sieben wöchentliche Flüge nach Italien an. „Wir betrachten das Szenario dieser globalen Gefahr für die öffentliche Gesundheit sehr genau und die Entscheidung des Unternehmens basiert hauptsächlich auf der Verbreitung des Virus in Italien, sowie auf den aktuellen Rückgang der Nachfrage nach der Route“, so Jerome Cadier, CEO von Latam. Am Donnerstag gab „Lufthansa“ bekannt, 7.100 Europaflüge zu streichen.

Aufgrund der außergewöhnlichen Umstände durch die Ausbreitung des Coronavirus und dem damit verbundenen Nachfragerückgang hat die Lufthansa Group darüber hinaus mit einer Kapazitätsreduktion von bis zu 25 Prozent reagiert. Die Streckenstreichungen und Frequenzanpassungen entsprechen rechnerisch einer Kapazität von 150 Flugzeugen, davon 125 Kurz- und Mittelstrecken- sowie 25 Langstreckenflugzeuge. Die Flotte der Lufthansa Group umfasst aktuell rund 770 Flugzeuge, darunter rund 180 Langstreckenflugzeuge.

Ab heute, 5. März werden die Streckenstreichungen und Frequenzanpassungen sukzessive umgesetzt und die betroffenen Fluggäste über die Änderungen und Umbuchungsmöglichkeiten informiert. Insgesamt streicht Lufthansa bis Ende März rund 7.100 Flüge (davon ab Frankfurt 3.750 Flüge zu 75 Flughäfen, ab München 3.350 Flüge zu 65 Flughäfen).

Schwerpunkt bilden dabei zum einen innerdeutsche Flüge aus dem Hub Frankfurt nach Berlin, München, Hamburg sowie von München nach Berlin, Hamburg, Düsseldorf, Köln, Bremen und Hannover. Dabei handelt es sich um hochfrequent bediente Verbindungen, die teilweise im Halbstundentakt von Lufthansa geflogen werden. Damit stehen zahlreiche Umbuchungsmöglichkeiten zur Verfügung.

Ein zweiter Schwerpunkt der Streckenstreichungen und Frequenzanpassungen liegt auf Italien. Dies umfasst die Ziele Mailand, Venedig, Rom, Turin, Verona, Bologna, Ancona und Pisa.

Update, 6. März

Aufgrund der außergewöhnlichen Umstände durch die Ausbreitung von Covid-19 und den damit verbundenen drastischen Buchungsrückgängen sowie zahlreichen Flugstornierungen soll die angebotene Flugkapazität der Lufthansa Gruppe stärker als bislang geplant verringert werden. Abhängig von der weiteren Entwicklung der Nachfrage, soll die Kapazität in den nächsten Wochen um bis zu 50 Prozent reduziert werden. Diese Kapazitätsanpassungen beziehen sich auf alle Passagierfluggesellschaften der Lufthansa Group.

Darüber hinaus wird zurzeit geprüft, inwieweit die gesamte Airbus A380 Flotte (14 Flugzeuge) in Frankfurt und München temporär außer Dienst gestellt werden kann.

Die Maßnahme dient dazu, die finanziellen Folgen des Nachfrageeinbruchs zu verringern. Sie ergänzt die geplanten Sparmaßnahmen im Personalbereich, bei Sachkosten und Projektbudgets sowie weitere Liquiditätsmaßnahmen. Neben einem sofortigen Einstellungsstopp hat die Lufthansa Group ihren Mitarbeitern bereits in den letzten Wochen die Nutzung von freiwilligen individuellen Personalmaßnahmen angeboten. Dazu zählen die Gewährung von unbezahltem Urlaub und das Vorziehen von Jahresurlaub. Das Unternehmen ist in Gesprächen mit den Betriebspartnern und Gewerkschaften, um – unter anderem durch Kurzarbeit und Teilzeitmodelle – Probezeit-Kündigungen vermeiden zu können.

Die aus den aktuellen Entwicklungen zu erwartende Ergebnisbelastung ist derzeit noch nicht abschätzbar. Der Konzern wird im Rahmen der Jahrespressekonferenz am 19. März 2020 Finanzkennzahlen veröffentlichen.

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