Ferienflieger „Condor“ holt knapp 78.000 Reisende zurück nach Deutschland

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Am Montag berichteten verschiedene Medien in Deutschland, dass der Verkauf des Ferienfliegers an den Eigentümer der polnischen Fluggesellschaft LOT geplatzt ist (Foto: Latinapress)
Datum: 13. April 2020
Uhrzeit: 18:46 Uhr
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Autor: Redaktion
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Der Ferienflieger „Condor“ hat seit 16. März 2020 knapp 78.000 Reisende, drei Hunde und drei Katzen an Bord von knapp 400 Flügen aus fünf Kontinenten, 34 Ländern und 48 Destinationen zurück nach Deutschland gebracht. Dafür waren weit über 2.000 Crewmitglieder im Einsatz, über 20 Techniker begleiteten die Flüge und der Planungsstab der Sonderflüge tagte in insgesamt 59 Telefonkonferenzen. Condor fokussiert sich nun auf Cargo- und Sonderflüge für Erntehelfer, um die medizinische und auch die Gütergrundversorgung in Deutschland sicherzustellen.

„Nachdem wir als Teil der Luftbrücke des Auswärtigen Amts und in Zusammenarbeit mit Reiseveranstaltern und Kreuzfahrtreedereien in den letzten Wochen knapp 78.000 Reisende nach Deutschland zurückholen konnten, nutzen wir unsere Langstreckenflugzeuge nun, um dringend benötigte medizinische Schutzausrüstung für die deutsche Bevölkerung aus China zu transportieren“, so Ralf Teckentrup, CEO von Condor. „Condor unterstützt in Zeiten von Corona die ganze Gesellschaft: Durch Flüge mit lebensnotwendiger Fracht sowie durch die Erntehelfer-Flüge, durch die die Ernten deutscher Landwirte immens unterstützt werden, trägt Condor zur Sicherstellung der medizinischen als auch der Lebensmittel-Grundversorgung signifikant bei.“

Flüge mit lebensnotwendiger Fracht zur medizinischen Grundversorgung

Condor führt mindestens einen Cargo-Flug pro Tag aus China durch und brachte so allein in der letzten Wochen 4,25 Millionen Mundschutzmasken nach Deutschland. Hierfür hat Condor kurzfristig ein Drehkreuz in Almaty, Kasachstan, eingerichtet, um die Fracht so schnell und reibungslos wie möglich nach Deutschland zu bringen. Eine Vielzahl an weiteren Flügen ist in Planung.

Bauer sucht Flug: Erntehelfer fliegen ab fünf Flughäfen in Rumänien

Condor hilft deutschen Landwirten mit der eigenen Initiative „Bauer sucht Flug“, Helfer für die anstehenden Ernten in alle Teile Deutschlands zu bringen. Der Prozess ist ohne Umwege über Broker oder umständliche Anfrageformulare denkbar einfach: Landwirte buchen ihre Helfer direkt auf der Condor-Webseite ein und erhalten im Erntehelfer-Paket nicht nur 30 Kilogramm Freigepäck, einen Snack an Bord und den obligatorischen Gesundheitscheck. Sie stellen durch den Flug mit Condor auch sicher, dass die geltenden Abstandsregeln für ihre Helfer zum Schutz der eigenen Betriebe eingehalten werden, weil auf allen Erntehelfer-Flügen von Condor der Mittelsitz jeder Reihe freibleibt. Die Flüge werden nach Registrierung ab den rumänischen Städten Bukarest, Iași, Cluj, Sibiu und Timișoara nach Hamburg, Hannover, Düsseldorf, Karlsruhe/Baden Baden, Frankfurt-Hahn und Nürnberg durchgeführt. Condor deckt so jede Region in Deutschland ab.

Am Montag berichteten verschiedene Medien in Deutschland, dass der Verkauf des Ferienfliegers an den Eigentümer der polnischen Fluggesellschaft LOT geplatzt ist. Eine Sprecherin der staatlichen PGL bestätigte demnach den Rückzieher.

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  1. 1
    Cecilia L.

    Hat Condor Ihnen auch mitgeteilt, wie viele Flüge von Individualreisenden (zugunsten von Pauschalreisenden) storniert wurden? Hat Condor Ihnen mitgeteilt, wie viele Touristen nach der ausgesprochenen Reisewarnung des Auswärtigen Amtes weiter ins Ausland geflogen wurden? Hat Condor Ihnen mitgeteilt, wie sie dadurch die Notsituation vieler Touristen, die im Ausland gestrandet sind, erst mit kreiert hat? Dass sie Umbuchungen möglich gemacht, Upgrades verkauft hat, sofort das Geld abgebucht hat, die Flüge dann hat ausfallen lassen und die Fluggäste NICHT informiert wurden? Hat Condor Ihnen mitgeteilt, ob sie das Geld für ihrerseits stornierte Flüge zurückerstattet hat? Zurückerstatten wird? Wie viele Ausgleichs- und Betreuungszahlungsforderungen von geprellten Fluggästen gestellt wurden? Ich sage Ihnen aus eigener Erfahrung: Condor hat uns (und viele andere Touristen) in eine bedrohliche Situation gebracht. Unser Flug (von Mexiko) ist ausgefallen und wir wurden nicht darüber informiert! Uns (wie viele andere) hat weder die deutsche Regierung noch Condor gerettet. Aber ach: welch ein Loblied auf Condor. Welch eine (öffentlichkeitswirksame) Darstellung heroischer Taten! Seltsam, dass es die letzten drei Wochen so still war um die Fluggesellschaft. Seltsam, dass Herr Teckentrup ausgerechnet jetzt von der Luftbrücke und all den selbstlosen, humanitären Einsätzen berichtet. Jetzt, wo der Deal mit LOT geplatzt ist..

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