Coronavirus in Brasilien: Bolsonaro reduziert staatliche Beihilfe – Update

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Jair Messias Bolsonaro: Der Präsident ohne Gesundheitsbewusstsein (Foto: Archiv)
Datum: 20. August 2020
Uhrzeit: 13:26 Uhr
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Autor: Redaktion
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Brasiliens Präsident Jair Messias Bolsonaro will die von der Regierung während der Gesundheitskrise verteilte Soforthilfe bis Ende des Jahres verlängern. Das Staatsoberhaupt der größten Volkswirtschaft Lateinamerikas will allerdings den Betrag um mehr als die Hälfte von 600 Reais (107 US-Dollar) auf 250 Reais (45 US-Dollar) reduzieren, da die 600 Reais „viel“ Geld sind. „Die 600 Reais wiegen viel für Brasilien. Es ist nicht das Geld der Menschen, weil es nicht gespart wurde – es ist Verschuldung“, so Bolsonaro im Rahmen einer Zeremonie. Die als Nothilfe bekannte Soforthilfe wurde im April auf Initiative des Kongresses geschaffen und war für die ersten drei Monate der Pandemie geplant, obwohl die Regierung 200 Reais (30 Euro) vorschlug. Damit sollte ein Teil des Bedarfs von informellen Arbeitnehmern, Freiberuflern, Kleinstunternehmern, Arbeitslosen und denen, die bisher von „Bolsa Familia“, einer weiteren staatlichen Beihilfe, profitiert haben, gedeckt werden.

Die monatlichen Kosten dieser Hilfe belaufen sich auf fast 8 Milliarden US-Dollar, 17-mal mehr als die Kosten von „Bolsa Familia“. Nach Angaben des brasilianischen Finanzministeriums wurden bisher rund 30 Milliarden US-Dollar von insgesamt bis zum Jahresende geschätzten mehr als 40 Milliarden US-Dollar ausgezahlt. Der aktuelle Vorschlag der Regierung wird voraussichtlich im Laufe der Woche bekannt gegeben und später an den Kongress weitergeleitet.

Update, 1. September

Brasiliens Präsident Jair Messias Bolsonaro hat die finanzielle Unterstützung um vier Monate bis zum Ende des laufenden Jahres verlängert. Ausgezahlt werden 300 Reais pro Monat, verglichen mit den anfänglichen 600 Reais.

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