Laut Brasiliens Gesundheitsminister Eduardo Pazuello hat das neue Coronavirus „kein Ende“ und die Menschen müssen damit leben. „Wir müssen trotz eines möglichen Impfstoffs damit leben – wie wir es bereits mit anderen Viren tun“, so der Minister am Donnerstag (27.). „Das Coronavirus wird bei uns bleiben und ein möglicher Impfstoff wird das Virus nicht töten“, bekräftigt Pazuello, dritter Gesundheitsminister von Präsident Jair Messias Bolsonaro in nur sechs Monaten.
Nach seiner Meinung wird Brasilien nach der Entwicklung/Zulassung eines Impfstoffs landesweite Impfkampagnen durchführen, wie bereits bei H1N1 (Schweinegrippe). Es wird neue Gewohnheiten und damit einen neuen Alltag geben, wie die obligatorische Verwendung von Masken und in einigen Fällen soziale Distanzierung. Pazuello betonte mehrfach, dass „diese Botschaft der Öffentlichkeit sehr deutlich erklärt“ werden müsse. Laut der Bilanz des Gesundheitsministeriums hat Brasilien 3.761.391 akkumulierte Infektionen und 118.649 Todesfälle registriert. Die neuesten Zahlen zeigen eine Zunahme von 44.235 Infektionen und 984 Todesfällen in den letzten 24 Stunden.
Die Zahl der genesenen Menschen beträgt nun 2.947.250, während weitere 695.492 unter ärztlicher Aufsicht bleiben. Der Südosten Brasiliens bleibt das Epizentrum der Pandemie mit mehr als 1,3 Millionen Fällen und fast 53.500 Todesopfern, wobei São Paulo und Rio de Janeiro die am stärksten betroffenen Bundesstaaten sind.
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