Brasilien: Chinas COVID-19-Impfstoff wird nicht gekauft – Update

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Gegen das Coronavirus gibt es keinen Impfstoff (Foto: ItamarCrispin/FioCruz)
Datum: 21. Oktober 2020
Uhrzeit: 12:56 Uhr
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Autor: Redaktion
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Die brasilianische Regierung wird den chinesischen Sinovac-Impfstoff gegen COVID-19 in ihr nationales Impfprogramm aufnehmen. Dies gaben die Gouverneure der Bundesstaaten am Dienstag (20.) nach einem Treffen mit dem Gesundheitsminister des größten Landes in Südamerika bekannt. Der von AstraZeneca und der University of Oxford entwickelte Impfstoff soll ebenfalls in das „Programa Nacional de Imunizações“ (PNI) aufgenommen werden.

Dies bedeutet, dass der chinesische experimentelle Impfstoff namens CoronaVac, den Brasiliens größter Bundesstaat Sao Paulo seinen Einwohnern zur Verfügung stellen wollte, auch zur landesweiten Impfung verwendet werden kann. Laut dem Gouverneur von Sao Paulo, Joao Doria, hat die Bundesregierung dem Kauf von 46 Millionen Dosen des Sinovac-Impfstoffs zugestimmt. Das nationale Impfprogramm könnte im Januar 2021 beginnen, was es zu einer der ersten Impfbemühungen gegen Coronavirus in der Welt machen würde. Das Butantan-Institut gab am Montag bekannt, dass vorläufige Ergebnisse aus klinischen Studien im Endstadium von CoronaVac bei 9.000 Freiwilligen gezeigt haben, dass der chinesische Zweidosis-Impfstoff sicher ist.

Update

Weniger als 24 Stunden, nachdem das Gesundheitsministerium angekündigt hatte 46 Millionen Dosen Coronavac vom chinesischen Labor Sinovac Biotech zu kaufen, wies Präsident Jair Messias Bolsonaro das Vorhaben zurück. „Das Immunisierungsmittel aus China wird von der brasilianischen Regierung nicht gekauft“. Bolsonaro reagierte damit auf kritische Kommentare in den sozialen Netzwerken. „Präsident, China ist eine Diktatur, bitte kaufen Sie diesen Impfstoff nicht. Ich bin erst 17 Jahre alt und möchte eine Zukunft haben, aber ohne Einmischung der chinesischen Diktatur“, kommentierte ein Nutzer, worauf das Staatsoberhaupt antwortete: „WIRD NICHT GEKAUFT“ – in Großbuchstaben. Wenig später teilte das Gesundheitsministerium mit: „Keine Absicht, chinesische Impfstoffe zu kaufen“.

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