Covid-19: Junge Uruguayer stehen vor „historischer Herausforderung“

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Oftmals wird dem Kommerz Vorrang eingeräumt, Leben und Sicherheit der Bevölkerung gefährdet (Foto: ThomasSilva/AgenciaBrasil)
Datum: 20. November 2020
Uhrzeit: 13:17 Uhr
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Autor: Redaktion
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Angesichts der steigenden Zahl von Fällen mit Covid-19 Infektionen steht die Jugend von Uruguay vor einer „historischen Herausforderung“. Dies gab am Donnerstag (19.) Álvaro Delgado Ceretta, Sekretär der Präsidentschaft von Uruguay, bekannt. Am Dienstag (17.) verzeichnete das kleinste spanischsprachige Land in Südamerika (3,3 Millionen Einwohner) mit 104 Infektionen einen neuen Rekord an täglichen Fällen des SARS-CoV-2-Coronavirus und überschritt zum ersten Mal seit Bekanntgabe der ersten positiven Ergebnisse und der Ausrufung des Gesundheitsnotstands am 13. März am selben Tag die dreistellige Grenze. Seit Ausbruch der Krankheit wurden 4.208 Infektionen (792 aktive) registriert und das am stärksten betroffene Departement (Provinz) ist nach wie vor Montevideo mit 449 Fällen, während an zweiter Stelle Canelones (Süden) mit 105 Fällen steht. Darüber hinaus ist die aktuelle Situation an zwei an Brasilien grenzende Departements, Rivera (Norden) und Cerro Largo (Osten), sehr besorgniserregend, da ständig Ausländer unter anderem zum Einkaufen über die Grenze kommen und viele Uruguayer in diesem Gebiet ein bi-nationales Leben führen.

„Unsere jungen Menschen müssen versuchen, ihre sozialen Kontakte zu minimieren. Wir stellen fest, dass es eine Verlagerung der Ansteckung von den aktiven Fällen auf jüngere Menschen gibt. Diese Personengruppe hat nicht unbedingt gesundheitliche Risiken und weist oft nicht einmal Symptome auf. Sie schafft allerdings die Möglichkeit einer weiteren Ansteckungsquelle und diese Situation bedarf besonderer Aufmerksamkeit“, so Álvaro Delgado Ceretta. Am Tag zuvor hatte Gesundheitsminister Daniel Salinas eine Botschaft aufgezeichnet, in der er zu den jungen Menschen „nicht als Minister, sondern als Vater“ sprach.

„Nichts von dem, was wir heute gemeinsam in der Gesellschaft erreicht haben, wäre ohne Ihre Mitwirkung, ohne Ihre Haltung möglich gewesen und deshalb werde ich Sie um etwas ganz Besonderes bitten, damit wir weiterhin Arbeit, Bildung und Freiheit in Solidarität genießen können“, begann die Botschaft. „Ich werde Sie bitten, sich weniger zu treffen, in kleinen Gruppen mit Ihren Freunden oder Bekannten und mit ihnen weder Flaschen oder Gläser zu teilen. Dies wird uns allen helfen, die Fallkurve abzuflachen und besser in den Sommer zu kommen. Ich zähle auf Sie und danke Ihnen sehr“, schließt der Apell.

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