Costa Rica leitet Handelsstreit mit Panama ein

bananen

Im Fall von Bananen warnte Panama zunächst hinsichtlich des Risikos der Einschleppung eines Pilzes, der laut Costa Rica nicht auf costaricanischem Gebiet existiert (Foto: Latinapress)
Datum: 15. Januar 2021
Uhrzeit: 14:23 Uhr
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Redaktion
Sprachkurs Spanisch (Südamerika)

Costa Rica hat die Welthandelsorganisation (WTO) um eine Konsultation zu den von Panama auferlegten Beschränkungen für die Einfuhr verschiedener Produkte wie Erdbeeren, Milchprodukte, Fleisch, Ananas und costaricanischer Bananen gebeten. Im Antrag vom 14. Januar behauptet Costa Rica, dass Einfuhrbeschränkungen nicht mit den Bestimmungen des WTO-Übereinkommens über die Anwendung gesundheitspolizeilicher und pflanzenschutzrechtlicher Maßnahmen und des Allgemeinen Zoll- und Handelsabkommens (GATT) vereinbar sind. Die Ereignisse gehen auf den 20. Februar vergangenen Jahres zurück, als Panama ohne vorherige Ankündigung beschloss, die Einfuhr von Erdbeeren aus Costa Rica zu verbieten. Bei Lieferungen dieser Früchte wurden angeblich übermäßige Oxamylrückstände festgestellt. Nach Angaben der costaricanischen Behörden wurden bei der Produktionen von Erdbeeren keine Hinweise auf die Verwendung oder das Vorhandensein dieser Verbindung gefunden.

Ebenfalls hatte Panama ohne vorherige Ankündigung beschlossen die Genehmigung, die es verschiedenen costaricanischen Produzenten ermöglichte Milch- und Fleischprodukte nach Panama zu exportieren, nicht zu erneuern (Rind- oder Schweinefleisch). Laut dem von Costa Rica erstellten und an die WTO übergebenen Dokument gab Panama an, dass in diesem Fall anstelle einer Erneuerung früherer Genehmigungen ein neues Bewertungs- und Genehmigungsverfahren „von Grund auf“ durchgeführt werden müsse.

Costa Rica hat vor der WTO auch die Einfuhrbeschränkungen für frische Ananas und Bananen aufgrund pflanzengesundheitlicher Aspekte, die von Panama auferlegt wurden, verurteilt. Im Fall von Bananen warnte Panama zunächst hinsichtlich des Risikos der Einschleppung eines Pilzes, der laut Costa Rica nicht auf costaricanischem Gebiet existiert und hatte den Behörden die Möglichkeit eingeräumt, die Anbaugebiete zu inspizieren.

P.S.: Sind Sie bei Facebook? Dann werden Sie jetzt Fan von agência latinapress! Oder abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter und lassen sich täglich aktuell per Email informieren!

© 2009 - 2021 agência latinapress News & Media. Alle Rechte vorbehalten. Sämtliche Inhalte dieser Webseite sind urheberrechtlich geschützt. Vervielfältigung und Verbreitung nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung von IAP gestattet. Namentlich gekennzeichnete Artikel und Leser- berichte geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. Für Einsendungen und Rückmeldungen bitte das Kontaktformular verwenden.

Dies könnte Sie auch interessieren

Kommentarbereich

Hinweis: Dieser Kommentarbereich ist moderiert. Leser haben hier die Möglichkeit, Ihre Meinung zum entsprechenden Artikel abzugeben. Dieser Bereich ist nicht dafür gedacht, andere Personen zu beschimpfen oder zu beleidigen, seiner Wut Ausdruck zu verleihen oder ausschliesslich Links zu Videos, Sozialen Netzwerken und anderen Nachrichtenquellen zu posten. In solchen Fällen behalten wir uns das Recht vor, den Kommentar zu moderieren, zu löschen oder ggf. erst gar nicht zu veröffentlichen.

Leider kein Kommentar vorhanden!

Diese News ist älter als 14 Tage und kann nicht mehr kommentiert werden!