Tourismus: Covid-19 verursacht einen Verlust von 1,07 Billionen US-Dollar

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Aufgrund der Corona-Pandemie wurden eine Milliarde weniger internationale Ankünften weltweit registriert (Foto:Latinapress)
Datum: 28. Januar 2021
Uhrzeit: 19:00 Uhr
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Redaktion
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Das vergangene Jahr war das schlechteste Jahr in der Geschichte des Tourismus. Aufgrund der Corona-Pandemie wurden eine Milliarde weniger internationale Ankünften weltweit registriert. Dies führte zu Verlusten von 1,07 Billionen US-Dollar an Einnahmen. Diese Zahlen belegen einen Rückgang des Touristenvolumens um vierundsiebzig Prozent im Vergleich zu 2019 und spiegeln einen beispiellosen Einbruch der Nachfrage. Dies gab die Welttourismusorganisation (UNWTO) am Donnerstag (28.) bekannt und wies darauf hin, dass der Rückgang während der globalen Wirtschaftskrise 2009 bei vier Prozent lag. Laut dem jüngsten Welttourismusbarometer sind die Umsatzeinbußen mehr als elfmal so hoch wie während der Finanzkrise und zwischen 100 und 120 Millionen direkte Arbeitsplätze im Tourismus sind gefährdet (viele davon in kleinen und mittleren Unternehmen). Angesichts der anhaltenden Ausbreitung der Pandemie führen viele Länder nun wieder strengere Reisebeschränkungen ein. Zu den Maßnahmen gehören obligatorische Tests, Quarantänen und in einigen Fällen komplette Grenzschließungen, die die Wiederaufnahme internationaler Reisen erschweren. Die UNWTO hofft jedoch, dass das allmähliche Eintreffen der Impfstoffe dazu beitragen wird, das Vertrauen der Verbraucher wiederherzustellen, Mobilitätseinschränkungen zu lockern und das Reisen im Jahr 2021 langsam wieder zu normalisieren.

Europa verliert mehr als 500 Millionen Touristen. Asien und der Pazifik, die erste von der Pandemie betroffe Region, verzeichnete mit einem Rückgang von vierundachtzig Prozent (300 Millionen weniger) den größten Rückgang der Ankünfte im Jahr 2020. Der Nahe Osten und Afrika verbuchten beide einen Rückgang von fünfundsiebzig Prozent, die Region Amerika einen Rückgang der internationalen Ankünfte um neunundsechzig Prozent. Die allgemeinen Aussichten für einen Aufschwung im Jahr 2021 scheinen sich verschlechtert zu haben. Fünfzig Prozent der Befragten glauben, dass er nicht vor 2022 eintreten wird – verglichen mit einundzwanzig Prozent, die diese Ansicht im letzten Oktober geäußert hatten. Langfristige Szenarien deuten zudem darauf hin, dass es zweieinhalb bis vier Jahre dauern könnte, bis der internationale Tourismus wieder das Niveau von 2019 erreicht.

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