Flora: Mehr als 25.000 endemische Arten in Brasilien

pflanze

Die Studie ist das Ergebnis einer Verpflichtung des Landes gegenüber der "Global Strategy for Plant Preservation" (GSPC) der Vereinten Nationen (UN) und wurde mit Hilfe von fast tausend Wissenschaftlern aus 25 Ländern erstellt (Foto: Latinapress)
Datum: 23. Februar 2021
Uhrzeit: 11:51 Uhr
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Autor: Redaktion
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Über 25.000 Arten von in Brasilien heimischen Pflanzen, Algen und Pilzen sind endemisch und kommen nur im größten Land Südamerikas vor. Dies entspricht fünfundfünfzig Prozent der Gesamtzahl der einheimischen brasilianischen Arten, die 46.900 erreicht. Die Daten stammen aus der Studie „Flora of Brazil 2020“, die vom Botanischen Garten „Jardim Botânico“ von Rio de Janeiro koordiniert wird. Laut der Studie ist der „Mata Atlântica“ das Biom mit den meisten Arten (17.150 oder 36,5 Prozent der brasilianischen Flora), gefolgt vom Amazonas (13.056 oder 27,8 Prozent der Arten) und dem Cerrado (12.829 oder 27,3 Prozent). Weniger artenreich sind die Caatinga mit 4.963 Arten (10 Prozent), die Pampa mit 2.817 (6 Prozent) und das Pantanal mit 1.682 (3,6 Prozent).

Unter den Arten sind 32.696 Angiospermen (Samenpflanzen), 23 Gymnospermen (Nacktsamer), 1.584 Bryophyten (Moose), 1.380 Farne, 6.320 Pilze und 4.972 Algen. Zusätzlich zu den 46.900 einheimischen Arten wurden auch 680 exotische Arten, die auf natürliche Weise im ganzen Land verbreitet sind und 2.336 exotische Pflanzen, die kultiviert werden, identifiziert. Die Studie ist das Ergebnis einer Verpflichtung des Landes gegenüber der „Global Strategy for Plant Preservation“ (GSPC) der Vereinten Nationen (UN) und wurde mit Hilfe von fast tausend Wissenschaftlern aus 25 Ländern erstellt. Neben der Liste der Arten bietet die Studie eine Beschreibung der Synonyme, ihren endemischen Status, Biome, Vegetationstypen und Bundesstaaten, in denen sie vorkommen, an.

Die Daten sind öffentlich zugänglich und im Internet verfügbar. Laut der Koordinatorin der Studie, Rafaela Campostrini Forzza, ist die Plattform nicht nur eine Informationsquelle für Botaniker, sondern kann auch bei staatlichen Planungen und Umweltverträglichkeitsstudien helfen. Nach ihren Worten wurde in den letzten fünf Jahren durchschnittlich jeden Tag eine Art in Brasilien beschrieben. Das zeigt, dass es noch viele Arten gibt, die im Land entdeckt oder beschrieben werden müssen.

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