Chile: „Die internationale Gemeinschaft braucht bei Pandemien eine kollektive Antwort“

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Die Konferenz, an dem erstmals ein chilenischer Außenminister teilnahm, wurde vom Institut für die Förderung Lateinamerikas und der Karikik IPDAL organisiert (Foto: GobiernodeChile)
Datum: 27. Februar 2021
Uhrzeit: 11:22 Uhr
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Redaktion
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Chiles Außenminister Andrés Allamand nahm am 10. Treffen des Strategischen Dreiecks Lateinamerika-Europa-Afrika teil, bei dem er den Impfprozess des Landes gegen Covid-19 hervorhob und über die daraus gewonnenen Erkenntnisse sprach, die die internationale Gemeinschaft bis zum heutigen Tage aus der Pandemie gewonnen hat. Die Konferenz, an dem erstmals ein chilenischer Außenminister teilnahm, wurde vom Institut für die Förderung Lateinamerikas und der Karikik IPDAL organisiert. Neben der iberoamerikanischen Generalsekretärin Rebeca Grynspan nahmen an der Konferenz Portugals Außenminister Augusto Santos sowie weitere Vertreter internationaler Behörden teil.

Minister Allamand betonte, dass Chile der internationalen Gemeinschaft vorgeschlagen habe, an einem globalen Vertrag zu arbeiten, um künftig besser auf Herausforderungen zu Themen der Weltgesundheit reagieren zu können und dass „die internationale Gemeinschaft eine kollektive Reaktion auf Pandemien erarbeiten muss“. Er versicherte auch, dass Frühwarnmechanismen vorhanden sein sollten, um die Bemühungen zu koordinieren, damit die Länder effektiver zusammenarbeiten können. In diesem Sinne betonte er, dass eine der wichtigsten anstehenden Aufgaben darin bestehe, „einen Mechanismus für einen gerechten und universellen Zugang zu Impfstoffen zu haben, damit diese die am stärksten gefährdeten Länder und Sektoren erreichen“.

Zu dem Impfprozess in Chile versicherte Allamand, dass „wir sehr hart gearbeitet haben und mit den Ergebnissen, die wir bisher erzielt haben, zufrieden sind“. Der chilenische Impfplan beruhe auf einer konzertierten Aktion, bei der die Einrichtungen des öffentlichen und privaten Sektors sowie die Akteure der wissenschaftlichen Gemeinschaft kooperiert hätten.

Beziehungen zwischen der EU und Lateinamerika / Wiederaufbau einer starken multilateralen Ordnung

In Hinblick auf die Beziehungen zwischen der EU und Lateinamerika betonte Minister Allamand, dass es gemeinsame Visionen gibt, in denen die Beziehungen weiter vertieft werden können. Eine davon sei das Interesse am Wiederaufbau einer starken multilateralen Ordnung. „Diese Pandemie hat uns in kürzester Zeit die Schwächen einer multilateralen Ordnung vor Augen geführt, und das ist eine Lektion, die wir genau betrachten müssen“, sagte der Außenminister. In Umweltfragen wies er darauf hin, dass Europa und Lateinamerika eine Agenda haben, in Bezug auf erneuerbare Energien hart zu arbeiten, grünen Wasserstoff zu fördern sowie weiterhin zur Erhaltung der biologischen Vielfalt beizutragen, um dem Klimawandel begegnen zu können. Schließlich erklärte er, dass es von höchster Bedeutung sei, die repräsentative Demokratie und die Achtung der Menschenrechte zu fördern.

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