Erste Emission einer Sozialanleihe in Lateinamerika

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Die Fernverkehrsstraße erstreckt sich über 198 Kilometer und verbindet die wichtigsten Häfen und Städte in der kolumbianischen Karibik (Cablenoticias)
Datum: 24. April 2021
Uhrzeit: 15:14 Uhr
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Autor: Redaktion
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Die börsennotierte spanische Holdinggesellschaft Sacyr hat eine „grüne“ Anleihe in Höhe von 209 Millionen US-Dollar zur Refinanzierung der Straße „Montes de María“ in Kolumbien ausgegeben. Die Fernverkehrsstraße erstreckt sich über 198 Kilometer und verbindet die wichtigsten Häfen und Städte in der kolumbianischen Karibik. Dies ist die erste Emission einer Sozialanleihe in Lateinamerika, die mit einem Infrastrukturprojekt verknüpft ist. Die Anleihe ist auf den Strategieplan 2021-2025 von Sacyr abgestimmt und wird von der US-Agentur U.S. International Development Finance Corporation (DFC) unterstützt.

Die Anleihe hat eine Laufzeit von 24 Jahren (bis Mai 2045) und die koordinierenden Unternehmen der Platzierung waren „BTG Pactual“ und „Santander“. Darüber hinaus hat die kantabrische Einrichtung den Prozess zur Erlangung der Kategorie der Sozialanleihe für die Emission strukturiert. Diesem Prozess geht eine Bewertung und Analyse durch eine unabhängige dritte Partei (V.E.) voraus, die die Übereinstimmung der Anleihe mit einer Reihe von Kriterien bestätigt, die von der ICMA, der International Capital Markets Association, definiert wurden.

Sie bewertet unter anderem die positiven Auswirkungen, die das Projekt durch die bei der Emission erhaltenen Mittel in den Gemeinden im Einflussbereich des Projekts erzeugen wird. In dieser Hinsicht sind die Departements Bolivar und Sucre, durch die die Straße verläuft, in der Vergangenheit von illegaler bewaffneter Gewalt und Vertreibung geplagt worden.

Soziale Auswirkungen

Sacyr argumentiert daher, dass sich die Durchführung des Projekts sehr positiv auf den Einflussbereich dieser Departements ausgewirkt hat und in der Spitze während der Ausführungsphase mehr als 2.500 direkte und indirekte Arbeitsplätze geschaffen wurden, wobei siebzig Prozent der Arbeitnehmer aus der Region stammen.

Neben dem Bau des Projekts hat der Konzessionär die sozioökonomische Entwicklung der Region gefördert und dabei insbesondere Frauen geholfen. Konkret hat sie fast 500 Aktivitäten mit den Gemeinden durchgeführt, von denen mehr als 6.000 Menschen profitiert haben – unter anderem durch Umweltschutz, Schulungs- und Ausbildungskurse und die Stärkung der Rolle der Frau.

Das Projekt ist zu einhundert Prozent fertiggestellt und befindet sich derzeit im Prozess der Endabnahme durch die Nationale Infrastrukturagentur (ANI). Zwei der drei Sektionen sind bereits in Betrieb und haben die notwendigen Eingriffe bereits abgeschlossen, so dass sie etwa im Mai voll im Dienst der Anwender stehen werden.

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