Spix-Ara-Küken schlüpfen in Brasilien

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Die Vögel wurden Anfang des 19. Jahrhunderts von dem deutschen Naturforscher Johann Baptist von Spix entdeckt FabiolaSinimbu/AgernciaBrasil)
Datum: 19. Juli 2021
Uhrzeit: 12:25 Uhr
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Autor: Redaktion
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Im März 2020 kamen zweifünfzig blaue Aras in Brasilien an. Die aus Deutschland stammenden Vögel wurden in die Stadt Curaçá im Bundesstaat Bahia gebracht, wo eigens für sie ein Zuchtzentrum errichtet wurde. Das „Instituto Chico Mendes de Conservação da Biodiversidade“ (ICMBio) und die Nichtregierungsorganisation „Association for the Conservation of Threatend Parrots“ (ACTP) aus Deutschland hatten ein Abkommen darüber unterzeichnet. Nach Angaben der Behörden aus Curaçá sind nun drei Küken geschlüpft, zwanzig Jahre nachdem die Art im gerößten Land Südamerikas für ausgestorben erklärt wurde.

Das erste Hyazinth-Ara-Küken wurde am 13. April geboren, seine Geschwister kamen am 6. und 9. Juni zur Welt. Laut dem „Instituto Chico Mendes de Conservação da Biodiversidade“ gilt der blaue Ara in Brasilien seit den 2000er Jahren als ausgestorben. Seitdem wurden weltweit etwa zweihundertvierzig Aras in privater Gefangenschaft gezählt. Umweltanalystin und Leiterin des Themenbereichs Forschung, Monitoring und Management des Integrierten Managementzentrums (NGI) Camile Lugarini gab bekannt, dass die blauen Aras wieder ausgewildert werden. Es wird erwartet, dass dies innerhalb des „Refúgio de Vida Silvestre da Ararinha Azul“ in Curaçá (BA) geschieht. Die Gemeinde liegt 594 Kilometer von Salvador entfernt, im äußersten Norden von Bahia.

Die Geburt der Küken wurde durch ein Zuchtprogramm ermöglicht, an dem brasilianische und internationale Partner beteiligt sind, die an der Wiederansiedlung der Art in freier Wildbahn arbeiten. „Dies ist die erste Geburt des Vogels in seinem historischen Verbreitungsgebiet [in Bahia]. Die gefangenen Tiere befinden sich alle in Deutschland, Belgien und Singapur. In Brasilien gibt es zwei Brutgebiete: eines in Minas Gerais und ein weiteres im ursprünglichen Verbreitungsgebiet, das im Norden Bahias liegt“, so die Behörden von Curaçá.

Die Vögel wurden Anfang des 19. Jahrhunderts von dem deutschen Naturforscher Johann Baptist von Spix entdeckt. Der Blaue Ara (Cyanopsitta spixii), eine exklusive Art des brasilianischen Caatinga-Bioms die sich in der nordöstlichen Region Brasiliens konzentriert, wurde vom Menschen dezimiert. Die letzte bekannte Art verschwand im Oktober 2000, da sie von Jägern und Tierhändlern ins Visier genommen wurde. Das ICMBio erklärte, dass die wenigen Exemplare, die sich noch in privaten Sammlungen auf der ganzen Welt befinden, für die Reproduktion der Arten in Gefangenschaft verwendet wurden – und zwar ausschließlich im Ausland.

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