Kolumbien: 116 Tonnen Kokain beschlagnahmt

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Die Vereinigten Staaten, ein wichtiger Geldgeber im Kampf gegen die Drogen, sind der Hauptabnehmer des kolumbianischen Kokains (Foto: Twitter)
Datum: 09. August 2021
Uhrzeit: 11:33 Uhr
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Redaktion
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Bei gemeinsamen Militäroperationen mit Ländern Amerikas und Europas haben die kolumbianischen Behörden einhundertsechzehn Tonnen Kokain beschlagnahmt. Die Drogen wurden zwischen dem 15. Mai und dem 30. Juni bei Luft- und Landoperationen sowie in den Gewässern der Karibik, des Pazifiks und des Atlantiks beschlagnahmt. Insgesamt wurden 539 Personen verschiedener Nationalitäten verhaftet und 69 Boote, drei halbtauchende U-Boote und fünf Flugzeuge, sichergestellt. „Der koordinierte und multilaterale Kampf, der die ‚Operation Orion Phase Sieben‘ verkörpert, ist das Ergebnis der Fähigkeit aller Länder zu verstehen, dass wir gemeinsam effektiver gegen den Drogenhandel vorgehen können“, so Kolumbiens Präsident Ivan Duque.

An der „Operación Orión“, die 2018 begann, waren Kolumbien und 38 weitere Länder in Nord- und Südamerika sowie Europa beteiligt. Es nahmen demnach unter anderem Behörden aus Deutschland, Argentinien, Brasilien, Kanada, Chile, Costa Rica, Ecuador, den Vereinigten Staaten, Spanien, Frankreich, den Niederlanden, Panama, Paraguay und Peru teil. Kolumbien ist vor Peru und Bolivien der weltweit größte Produzent von Kokain, das aus dem Koka-Blatt gewonnen wird. Nach Angaben der Vereinten Nationen gab es in Kolumbien im vergangenen Jahr 143.000 Hektar illegale Kokaplantagen mit einer Kapazität von 1.228 Tonnen Kokain. Duque, der seit 2018 an der Macht ist, hat den Kampf gegen den Drogenhandel zu einer Priorität gemacht und einen Plan zur Halbierung der Kokaplantagen – die 2017 eine Rekordfläche von 171.000 Hektar erreichten – bis 2023 gestartet.

Einem aktuellen UN-Bericht zufolge befand sich fast die Hälfte der kolumbianischen Kokaplantagen im Jahr 2020 in geschützten Gebieten wie Nationalparks oder indigenen Reservaten. Ein Großteil der Kokapflanzungen befand sich in der unruhigen Grenzregion zu Venezuela, wo bewaffnete Gruppen und Drogenhändler operieren. Die Vereinigten Staaten, ein wichtiger Geldgeber im Kampf gegen die Drogen, sind der Hauptabnehmer des kolumbianischen Kokains.

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