„Cargill“ eröffnet Pektinfabrik in Brasilien

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Die Fabrik befindet sich in der Nähe des brasilianischen Orangengürtels (Foto: cargill)
Datum: 03. September 2021
Uhrzeit: 09:11 Uhr
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Redaktion
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Die brasilianische Niederlassung des US-Rohstoffhändlers „Cargill“ hat den Bau einer neuen Anlage zur Herstellung von Pektin, einem Nebenprodukt aus Früchten, das in Konfitüren, Getränken, Milchprodukten und Süßwaren verwendet wird, abgeschlossen. Dies teilte das multinationale Handelsunternehmen, dessen Hauptsitz sich in Wayzata (Minnesota, USA) befindet, am Freitag (3.) mit. Die Anlage ist die einzige Pektinanlage von „Cargill“ außerhalb Europas, wo das Unternehmen drei solcher Anlagen besitzt. Damit wird „Cargill“ zum weltweit zweitgrößten Hersteller dieser Lebensmittelzutat, erklärte Laerte Moraes, „Cargills“ Direktor für Stärken und Süßstoffe in Südamerika.

Die Fabrik befindet sich in der Nähe des brasilianischen Orangengürtels – wo „Cargill“ Orangenschalen als Rohstoff beziehen wird – und soll dazu beitragen, die Produktionskosten des Unternehmens zu senken, da derzeit zwei seiner Werke in Europa Orangenschalen importieren müssen, um sie dort zu verarbeiten. Die brasilianische Einheit wird hauptsächlich Exportmärkte beliefern, insbesondere Kunden in Asien und wird einhundertzwanzig Mitarbeiter beschäftigen, so das Unternehmen. Der Schritt von „Cargill“ spiegelt die Notwendigkeit wider, ein Gleichgewicht zwischen großvolumigen Geschäften mit geringeren Gewinnspannen und einer stärkeren Präsenz in Marktsegmenten mit geringeren Mengen, aber höheren Preisen herzustellen.

Er ist auch eine Reaktion auf die sich verändernden Anforderungen von Industriekunden und Verbrauchern an die Ernährung. Die weltweite Nachfrage nach Pektin, einem natürlichen Inhaltsstoff, der als Emulgator, Stabilisator und Verdickungsmittel beim Kochen und Backen verwendet werden kann, wird laut „Cargill“ voraussichtlich um bis zu vier Prozent pro Jahr steigen. Das Unternehmen, einer der größten Soja- und Maishändler in Brasilien, kündigte den Bau der neuen Anlage im Jahr 2018 an. Obwohl sich die Arbeiten aufgrund der pandemiebedingten Einschränkungen im Jahr 2020 leicht verzögert haben, wird die Anlage diesen Monat in Betrieb genommen. Die neue Anlage kann etwa sechstausend Tonnen des hochwertigen Produkts pro Jahr produzieren, von dem ein Kilogramm zwischen fünfzehn und zwanzig US-Dollar kosten kann. „Cargill“ investierte fünfhundertfünfzig Millionen Reais (106,52 Millionen US-Dollar) in die Fabrik.

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