Endspurt in der Copa Libertadores – wer sichert sich den Titel in der südamerikanischen Champions League?

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Flamengo hofft im rein brasilianischen Finale der Copa Libertadores auf den dritten Titelgewinn nach 1981 und 2019 (Foto: Alexandre Vidal / Flamengo)
Datum: 09. Oktober 2021
Uhrzeit: 10:14 Uhr
Ressorts: Lateinamerika, Sport
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Autor: Redaktion
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In der südamerikanischen Copa Libertadores sind die Halbfinals gespielt. Das Endspiel am 27. November steigt mit dem rein brasilianischen Finale zwischen Palmeiras aus Sao Paulo und Flamengo aus Rio de Janeiro im Estadio Centenario in Montevideo. Doch welches Team hat die besseren Karten, sich die Vereinskrone im südamerikanischen Fußball aufzusetzen und sich zudem für die Klub-WM zu qualifizieren?

Die Halbfinals waren anders als oft üblich keine Auseinandersetzungen zwischen brasilianischen und argentinischen Mannschaften. Während aus dem Land von PSG-Star Lionel Messi kein Team bis ins Halbfinale vordringen konnte, schaffte es der ecuadorianische Verein Barcelona Sporting Club, ein rein brasilianisches Halbfinale zu verhindern. Die Boca Juniors scheiterten im Achtelfinale an Atletico Mineiro aus Belo Horizonte, welches im Viertelfinale auch Stadtrivale River Plate ausstechen konnte.

Nachdem sich Flamengo im Halbfinale der CONMEBOL Copa Libertadores souverän gegen den Barcelona Sporting Club durchsetzte, mussten die Anhänger von Palmeiras beim brasilianischen Duell gegen Atletico Mineiro bis zum Schluss zittern. Am Ende entschied die Auswärtstorregel zugunsten der grün-weißen aus Sao Paulo. Das Finale in Uruguay verspricht trotz zweier Teams aus Brasilien Hochspannung.

Starke Ligakonkurrenten

Dafür spricht vor allem die ausgeglichene Tabellenkonstellation in der brasilianischen Serie A. Beide Teams stehen nach über der Hälfte der Saison im oberen Bereich der Tabelle und trennen sich lediglich um wenige Punkte. Zudem gehören sie zu den Topfavoriten der Liga. Das sehen auch die Wettanbieter so, denn die beiden Klubs gelten bei ihnen an Spieltagen regelmäßig als deutlicher Favorit und die Siegquoten sind entsprechend gering. Bei den beiden direkten Duellen in der Liga kam es mit 3:1 und 1:0 zu zwei Siegen für Meister Flamengo.

Internationale Erfahrung und Superstars

Spieler beider Vereine standen schon in einigen internationalen Spielen. Während Flamengo jedoch zuletzt 2019 den Titel der Copa Libertadores erringen konnte, gelang dies Palmeiras zuletzt letzte Saison. Der Kader hat sich im Gegensatz zum Team vom Zuckerhut seitdem weniger verändert. Allerdings gab der Verein seinen Spieler Matías Viña für 13 Millionen an die AS Rom ab. Der 23-jährige Linksverteidiger aus Uruguay war einer der Garanten für Palmeiras’ erfolgreiche Saison und dem Gewinn der Copa Libertadores 2020. Doch auch Flamengo muss auf Pablo Mari verzichten, der nach seinen guten Leistungen zum FC Arsenal wechselte.

Dennoch stehen in beiden Kadern Spieler, die zweifellos auch eine Rolle bei den europäischen Teams in der UEFA Champions League spielen könnten. Bei Palmeiras gilt der gerade einmal 19 Jahre alte Gabriel Veron mit einem Marktwert von bereits rund 16 Millionen Euro als der teuerste Spieler. Er konnte sich jedoch noch nicht in die Stammmannschaft von Trainer Abel Fernando Moreira Ferreira spielen. Mannschaftskameraden wie Danilo oder Felipe Melo dürften jedoch auch vielen Fußballinteressierten in Europa ein Begriff sein.

Noch namhafter kommt der Kader von Flamengo daher. Mit beispielsweise David Luiz, Filipe Luiz, Diego, Bruno Henrique oder Gabriel Barbosa ist der Kader gespickt mit bekannten Spielern, die teilweise auch viel Erfahrung in Europas Top-Ligen wie der Bundesliga oder Premier League sammeln konnten. Dennoch übersteigt der aktuelle Marktwert mit rund 148 Millionen Euro den Wert des Kaders von Palmeiras lediglich um wenige Millionen.

Mit Disziplin zum Erfolg

Die südamerikanischen Spiele sind dafür bekannt, oft emotional und kartenreich abzulaufen. Insbesondere wichtige Spiele enden gelegentlich in einer Flut aus Fouls und Unsportlichkeiten. Für beide Teams gilt daher, sich nicht durch Disziplinlosigkeiten und Unsportlichkeiten selbst um den Lohn zu bringen. Ausgerechnet ein Spiel der beiden Finalisten ging 2018 als eines der unfairsten in der Liga-Geschichte Brasiliens ein: Schiedsrichter Braulio da Silva Machado stellte damals sechs Spieler in der 90. Minute mit glatt rot vom Platz und verteilte im Laufe des Spiels zudem noch zehn gelbe Karten.

Gleichwertiges Duell

Aktuell scheint es noch keinen klaren Favoriten für das Spiel um Südamerikas Krone zu geben. Beide Mannschaften sind ähnlich stark besetzt. Neben der Tagesform wird zudem entscheidend sein, welche Spieler den beiden Trainern Ende November zu Verfügung stehen werden. Klar ist nur, dass sich beide Mannschaften zusammenreißen und nicht auf Provokationen oder knifflige Entscheidungen gegen sich mit Undiszipliniertheiten reagieren sollten. Ein enges und packendes Spiel, auf das man sich freuen kann, ist daher zu erwarten.

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