Zahlreiche Tote bei Halloween-Party in Panama

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Die Tat ereignete sich während eines Halloween-Konzerts in einem Nachtclub im beliebten Viertel Santa Ana in Panama-Stadt (Foto: Policia)
Datum: 31. Oktober 2021
Uhrzeit: 15:08 Uhr
Ressorts: Panama, Panorama
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Redaktion
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Während einer Halloween-Party sind in Panama bei einem Amoklauf fünf Personen getötet worden. Der Angriff wird von der Polizei mit einem Bandenkrieg in Verbindung gebracht, drei weitere Leichen mit Hinrichtungsspuren wurden kurz darauf auf einer Mülldeponie gefunden. Die Tat ereignete sich während eines Halloween-Konzerts in einem Nachtclub im beliebten Viertel Santa Ana in Panama-Stadt, in der Nähe der touristischen Altstadt. „Der Vorfall wurde durch einen Bandenkrieg ausgelöst“, erklärte der nationale Polizeikommissar Ricaurte De La Espada. Die Party wurde mit Bildern aus der beliebten Netflix-Serie „The Squid Game“ beworben. Laut Staatsanwalt Rafael Baloyes hat sich der Vorfall ereignet, als eine Person wahllos auf mutmaßliche Mitglieder der rivalisierenden Bande „Los Galácticos“ schoss, die ebenfalls das Feuer auf ihren Angreifer eröffneten. Der Angreifer starb auf der Stelle, während vier der Angegriffenen im Krankenhaus ihren Verletzungen erlagen. Bei einem weiteren gewalttätigen Zwischenfall wurden drei Menschen in der Gemeinde Kuna Nega an den Hängen des Cerro Patacón, der größten Mülldeponie von Panama-Stadt, tot aufgefunden. „Alles deutet darauf hin, dass sie hingerichtet wurden“, so die Polizei.

In den letzten Wochen wurden in Panama mehrere Morde in Restaurants und Geschäftslokalen verübt, was Anlass zur Sorge gab. Die panamaischen Behörden bringen solche Morde mit der Beilegung von Streitigkeiten zwischen rivalisierenden Banden um die Kontrolle der Drogenrouten in Verbindung. Experten gehen davon aus, dass mit der Zahl der Beschlagnahmungen auch die Zahl der Morde steigt, die als Vergeltung für die beschlagnahmten Waren begangen werden. Im Jahr 2021 hat Panama bereits eine Rekordmenge von einhundert Tonnen Drogen (hauptsächlich Kokain) beschlagnahmt, die Drogenhändler aus Südamerika, vor allem aus Kolumbien, in die Vereinigten Staaten, den weltweit größten Abnehmer der Droge, zu schmuggeln versuchen. Von den beschlagnahmten Drogen wurden mehr als achtzig Tonnen über den Seeweg geschmuggelt, während etwa siebenundzwanzig Tonnen Kokain in Frachtcontainern gefunden wurden.

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