Chile verzeichnet höchste COVID-19-Positivitätsrate seit dreieinhalb Monaten

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Chile hat eine der erfolgreichsten Impfstrategien der Welt angewandt und fast 90 % der Zielbevölkerung mit zwei Dosen erreicht (Foto: Rovena Rosa-Agência Brasil)
Datum: 03. November 2021
Uhrzeit: 11:29 Uhr
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Autor: Redaktion
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Chile verzeichnete am Dienstag (2.) bei PCR-Tests eine Positivrate von 3,2 Prozent, die höchste Rate in den letzten dreieinhalb Monaten und ein Zeichen dafür, dass die im Oktober begonnene Infektionsspirale trotz einer der höchsten Impfraten der Welt anhält. In den letzten 24 Stunden gab es 1.390 Neuinfektionen und fünf Todesfälle, womit sich die Gesamtzahl der Infizierten seit Eintreffen des Virus auf fast 1,7 Millionen und die Zahl der Todesfälle auf 37.782 erhöht hat. Das Land hat die Pandemie seit August unter Kontrolle, aber vor einem Monat begannen die neuen Fälle parallel zum Positivitätsindex, d. h. der Zahl der positiven Ergebnisse aller durchgeführten PCR-Tests, zu steigen.

In der Metropolregion, die die Hauptstadt beherbergt und in der 8 der 19 Millionen Einwohner des Landes leben, war diese Quote sogar noch höher (4 %), ebenso wie in zwei anderen der 16 Regionen des Landes. Eine Positivitätsrate von weniger als 5 % in zwei aufeinander folgenden Wochen ist jedoch eines der von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) festgelegten epidemiologischen Kriterien, damit die Pandemie als unter Kontrolle gilt. Die Verschlechterung spiegelt sich auch in der Zahl der aktiven (infektiösen) Fälle wider, die am Dienstag auf 11.169 gestiegen ist, eine der höchsten Zahlen seit Juli, obwohl die Zahl der Einweisungen in die Intensivstationen mit weniger als 500 immer noch rückläufig ist.

Chile hat eine der erfolgreichsten Impfstrategien der Welt angewandt und fast 90 % der Zielbevölkerung mit zwei Dosen erreicht, hauptsächlich mit dem chinesischen Impfstoff Sinovac, aber auch mit Pfizer, AstraZeneca und CanSino. Bis heute wurden 5,8 Millionen Auffrischungsdosen verabreicht, aber mehr als eine Million Menschen, die sich hätten impfen lassen können es aber nicht getan haben, hinken hinterher. Um die Ausbreitung des Virus einzudämmen müssen ab Dezember alle Personen über 55 Jahre eine dritte Dosis erhalten, um ihren Impfausweis benutzen zu können, einen staatlichen Ausweis, mit dem sie Veranstaltungen mit größerem Fassungsvermögen besuchen und in Bars und Restaurants bedient werden können.

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