Brasilien: Preis für Grundnahrungsmittelkorb steigt

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Innerhalb eines Jahres stiegen die Preise für den Grundnahrungsmittelkorb in allen Bundeshauptstädten, die an der Erhebung teilgenommen haben (Foto: Tânia Rêgo-Agência Brasil)
Datum: 08. November 2021
Uhrzeit: 15:48 Uhr
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Autor: Redaktion
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Der Preis für den Grundnahrungsmittelkorb in Brasilien ist im Oktober in sechzehn der siebzehn vom Institut für Statistik und sozioökonomische Studien „Dieese“ (Departamento Intersindical de Estatística e Estudos Socioeconômicos) untersuchten Bundeshauptstädten erneut gestiegen und erreichte über siebenhundert Reais (1 US-Dollar entspricht 5,57 Reais). Laut einer Umfrage war der teuerste „Cesta Básica“ in Florianopolis (700,69 Reais), gefolgt von Sao Paulo (693,79), Porto Alegre (691,08) und Rio de Janeiro (673,85 Reais). Im September hatte der Preis in keiner der Hauptstädte des Landes siebenhundert Reais erreicht. Am teuersten war er in Sao Paulo: 673,45 Reais.

Durchschnittspreis des Warenkorbs für Grundnahrungsmittel im Oktober, nach Bundeshauptstadt:

Innerhalb eines Jahres stiegen die Preise für den Grundnahrungsmittelkorb in allen Bundeshauptstädten, die an der Erhebung teilgenommen haben. Die höchsten Prozentsätze wurden in Brasília (31,65 Prozent), Campo Grande (25,62 Prozent), Curitiba (22,79 Prozent) und Vitória (21,37 Prozent) beobachtet. Für einkommensschwache Familien beträgt der Preis für den Grundnahrungsmittelkorb im Durchschnitt der siebzehn untersuchten Landeshauptstädte 58,35 Prozent des Nettomindestlohns, d. h. nach Abzug der Sozialversicherung (7,5 Prozent). In einigen Hauptstädten beträgt er bereits mehr als sechzig Prozent des Mindestlohns. Auf der Grundlage des teuersten Warenkorbs des Landes schätzt „Dieese“, dass der Mindestlohn 5.886,50 Reais betragen sollte, was dem 5,35-fachen des nationalen Mindestlohns (1.100 Reais) entspricht. Bei der Berechnung wird von einer vierköpfigen Familie mit zwei Erwachsenen und zwei Kindern ausgegangen.

Unter den Artikeln, die von September auf Oktober am stärksten gestiegen sind, hob „Dieese“ Kartoffeln, Tomaten, Kaffeepulver, Sojabohnenöl und Zucker hervor. In den zehn untersuchten Städten stiegen die Kartoffelpreise zwischen September und Oktober, wobei die Raten zwischen 15,51 Prozent in Brasilia und 33,78 Prozent in Florianopolis lagen. Der Preis für Pulverkaffee stieg in sechzehn Hauptstädten, insbesondere in Vitória (10,14 Prozent), Rio de Janeiro (10,06 Prozent), Campo Grande (9,81 Prozent) und Curitiba (9,78 Prozent). Das Kilo Tomaten verzeichnete in sechzehn Hauptstädten Preissteigerungen. Die höchsten Zuwächse gab es in Vitória (55,54 Prozent), João Pessoa (44,83 Prozent), Natal (42,16 Prozent), Brasilia (40,16 Prozent) und Campo Grande (32,69 Prozent). Der Preis des Zuckers stieg in fünfzehn Hauptstädten, mit einem Rekord-Anstieg von 7,02 Prozent in Rio de Janeiro. Sojabohnenöl wurde in dreizehn der siebzehn Hauptstädte hoch bewertet. Die größten Zuwächse gab es in Vitória (3,22 Prozent), Brasilia (2,40 Prozent), Campo Grande (2,16 Prozent), Rio de Janeiro (1,81 Prozent) und Sao Paulo (1,76 Prozent). Die Preise für Milch und Butter stiegen in elf Landeshauptstädten, wobei der höchste Anstieg in Vitória (5,18 Prozent) zu verzeichnen war.

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