Globale Erwärmung verändert die Größe der Vögel im Amazonas

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Goldkronenente, ein Vogel, der im Amazonas-Regenwald gefunden wird (Foto: Cameron Rutt)
Datum: 13. November 2021
Uhrzeit: 15:22 Uhr
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Redaktion
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Die globale Erwärmung wirkt sich auf die Größe der Vögel im Amazonasgebiet aus. Dies zeigt eine am Freitag (12.) in der Fachzeitschrift „Science Advances“ veröffentlichte Studie, an der brasilianische und ausländische Forscher im Rahmen des Projekts zur biologischen Dynamik von Waldfragmenten des Nationalen Instituts für Amazonasforschung (INPA) beteiligt sind. Sie stützt sich auf morphometrische Daten, die in den letzten vierzig Jahren gesammelt wurden. Die Morphometrie ist die Untersuchung der Formen ein und derselben Tierpopulation. Eine ihrer Anwendungen ist die Analyse der Formen und Größen, die lebende Organismen in Abhängigkeit von der Umgebung, in der sie sich entwickeln, annehmen können.

Frühere Studien, die mit Zugvögeln durchgeführt wurden, deuteten bereits darauf hin, dass sich das Klima auf die Größe der Vögel auswirkt. Zum damaligen Zeitpunkt war es nicht möglich, diese beiden Faktoren genau miteinander in Verbindung zu bringen, da der Migrationsprozess andere Einflussfaktoren wie den Verlust von Lebensraum oder die Bejagung nach sich ziehen kann. Forschungsergebnisse zeigen, dass der Körper von Tieren durch die globale Erwärmung verändert wird. Fast siebzig Prozent der indigenen Gebiete und Schutzzonen im Amazonas-Biom sind laut dem Bericht bedroht. Diesmal konzentrierten sich die Forscher bei ihren vergleichenden Analysen auf siebenundsiebzig Arten von nicht wandernden Vögeln des Amazonaswaldes und das Ergebnis war dasselbe: immer kleinere Vögel angesichts eines immer wärmeren Klimas.

Die Forschung fand im „Centro de Biodiversidade da Amazônia“ in der Nähe von Manaus im brasilianischen Amazonasgebiet statt. Seit den 1970er Jahren hat sich die Region in der Trockenzeit um 1,65 und in der Regenzeit um 1,0 Grad Celsius erwärmt. „Alle siebenundsiebzig Arten wiesen seit Anfang der 1980er Jahre eine geringere Durchschnittsmasse auf“, schreiben die Forscher in der Studie. Eine weitere Veränderung, die den Wissenschaftlern auffiel, war die Vergrößerung der Flügel. Demnach wies ein Drittel der Arten (neunundsechzig Prozent) parallel zur Verkleinerung längere Flügel auf. „Die saisonalen und langfristigen morphologischen Veränderungen deuten auf eine Reaktion auf den Klimawandel hin und verdeutlichen dessen weitreichende Folgen, selbst im Herzen des größten tropischen Regenwaldes der Welt“, so die Forscher.

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