Kolumbien: „Superdelfin“von Wissenschaftlern entdeckt

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Die fleischfressende Kreatur hatte eine verlängerte Schnauze, war etwa vier bis fünf Meter lang und konnte ihren Kiefer um siebzig bis fünfundsiebzig Grad öffnen, was das Ergreifen von Beute erleichterte (Fotos: tandfonline)
Datum: 05. Dezember 2021
Uhrzeit: 12:18 Uhr
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Redaktion
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Wissenschaftler haben eine neue Entdeckung in der Geschichte der marinen Artenvielfalt gemacht: einen Ichthyosaurier mit scharfen Zähnen, der als „Superdelfin“ bezeichnet wird. Die Art wurde zum ersten Mal in Kolumbien gefunden und hilft, die Entwicklung der Ökosysteme in den Ozeanen zu verstehen. Den Forschern zufolge haben diese Tiere „ihre Größe und Abstände verändert, um ein Zahnarsenal aufzubauen“ und größere Beutetiere zu erbeuten. Laut einer im „Journal of Systematic Palaeontology“ veröffentlichten Studie war der Schädel des Ichthyosauriers, der wie ein Schwertfisch aussieht, in den 1970er Jahren in Boyacá (Kolumbien) gefunden worden, aber damals wurde die Art fälschlicherweise als „Platypterygius sachicarum“ klassifiziert.

Jetzt hat eine neue Analyse des Fossils durch das „Redpath Museum“ an der „McGill University in Montreal“ (Kanada) den früheren Fehler bei der Kategorisierung der Art aufgedeckt, die eigentlich „Kyhytysuka sachicarum“ heißt. Dies bedeutet in der Sprache der Ureinwohner Kolumbiens „jemand, der mit etwas Scharfem aus Sáchica schneidet“. Sáchica ist eine Stadt in der Nähe von Villa De Leyva, dem Ort, an dem der Schädel gefunden wurde. Der „Super Golfinho“ lebte vor einhundertdreißig bis einhundertfünfzehn Millionen Jahre. Die fleischfressende Kreatur hatte eine verlängerte Schnauze, war etwa vier bis fünf Meter lang und konnte ihren Kiefer um siebzig bis fünfundsiebzig Grad öffnen, was das Ergreifen von Beute erleichterte.

„Wir entdecken viele neue Arten, die uns helfen, die Entwicklung des marinen Ökosystems während einer Übergangszeit zu verstehen“, erklärt Dirley Cortés, Doktorand am „Redpath Museum“, der die Entdeckung machte.

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