Brasilien: Ministerium und Polizei gehen gegen Nazi-Gruppen vor

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Das Staatsministerium von Rio de Janeiro (MPRJ) und die Zivilpolizei haben am Donnerstag (16.) vier Haftbefehle und dreißig Durchsuchungs- und Beschlagnahmebeschlüsse gegen Gruppen von Personen, die sich selbst als Nazis bezeichnen, vollstreckt (Foto: Tomaz Silva/Agência Brasil)
Datum: 16. Dezember 2021
Uhrzeit: 14:10 Uhr
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Redaktion
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Das Staatsministerium von Rio de Janeiro „Ministério Público do Rio de Janeiro“ (MPRJ) und die Zivilpolizei „Polícia Civil“ haben am Donnerstag (16.) vier Haftbefehle und dreißig Durchsuchungs- und Beschlagnahmebeschlüsse gegen Gruppen von Personen, die sich selbst als Nazis bezeichnen, vollstreckt. Die Haftbefehle der „Operação Bergon“ wurden in São Paulo, Minas Gerais, Rio Grande do Sul, Santa Catarina, Paraná und Rio Grande do Norte vollzogen. Nach Angaben der „MPRJ“ werden diese Personen verdächtigt, Diskriminierung und Vorurteile in Bezug auf Rasse, Hautfarbe, ethnische Zugehörigkeit und nationale Herkunft zu praktizieren, zu verbreiten und dazu anzustiften, sowie das Verbrechen der Korruption zu begehen.

Einige der Verdächtigen sind Teenager. Gegen die Gruppe wird ermittelt, weil sie in sozialen Netzwerken und Messaging-Anwendungen Fotos, Bilder und Texte mit rassistischem, homophobem, antisemitischem oder nationalsozialistischem Inhalt veröffentlicht hat. Hinzu kommt die Aufstachelung zur Gewalt. Laut „MPRJ“ bezieht sich der Name der Aktion auf die französische Nonne Denise Bergon, die sich den Nazis widersetzte, indem sie Dutzende jüdischer Kinder während des Zweiten Weltkriegs beherbergte und ihnen dadurch das Leben rettete.

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